04.03.2021 - 11:43 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Marktplatz wird zur Großbaustelle

Noch im März beginnen die Arbeiten zur Marktplatzsanierung, der Spatenstich zur Erneuerung der Kreisstraße soll im April erfolgen. Der Bayreuther Architekt Jungwirth gibt einen Überblick über das umfangreiche Projekt.

Noch herrscht Ruhe auf dem Marktplatz der Kulmstadt. Doch in spätestens drei Wochen werden die Bagger anrücken und mit den Arbeiten zur Marktplatzsanierung beginnen. Gleichzeitig erneuert der Landkreis die Kreisstraße, die den östlichen Teil des Platzes diagonal durchschneidet. Das Bild zeigt diesen Verlauf der Straße. In der neuen Planung wird die diagonale Straßenführung mit zwei Kurven verkehrsberuhigt. Dadurch entsteht im östlichen Teil ein größerer Platz für Veranstaltungen.
von Autor OWProfil

Zur jüngsten Stadtratssitzung hatte Bürgermeister Wolfgang Haberberger den Architekten Volker Jungwirth aus Bayreuth eingeladen. Der Ingenieur, der im Auftrag der Kommune das Jahrhundertprojekt der Kulmstadt begleitet, hatte gute Nachrichten. An der Ausschreibung zur Marktplatzsanierung hatten sich fünf Firmen beteiligt. Das günstigste Angebot in Höhe von 5,9 Millionen Euro lag sogar unter der Schätzung des Ingenieurbüros.

Vorbehaltlich, dass keine rechtlichen Einwände geltend gemacht werden, vergab der Stadtrat im anschließenden nichtöffentlichen Teil der Sitzung die Arbeiten zur Fertigstellung des Marktplatzes an die Firma Bauer aus Walschleben. Diese Firma ist in Neustadt am Kulm inzwischen gut bekannt. Die Arbeiter aus Thüringen hatten bereits im letzten Jahr die Rohre für den neuen Regenwasserkanal verlegt. Die Vergabe wurde anschließend sofort von der Geheimhaltung befreit.

Firmen arbeiten parallel

Auch der Landkreis hatte seine Hausaufgaben gemacht und die Ausschreibung zur Erneuerung der Kreisstraße erfolgreich abgeschlossen. Jungwirth wusste, dass mit diesen Arbeiten im April begonnen werden soll. „Hier muss viel besprochen und koordiniert werden“, erläuterte der Ingenieur. Im Bereich der Einfahrt zum Marktplatz werden die Firmen praktisch nebeneinander arbeiten müssen. Nachdem die Straßenbauer den Randstein als Straßenabschluss gesetzt haben, wird die Firma Bauer von dieser Höhe ausgehend den Gehweg anlegen. Doch vorher werden im Bereich des Gehsteiges die Versorgungsleitungen für Strom, Telefon und Glasfasernetz in einem ausreichenden Abstand zu den Häuserfassaden verlegt. In diesem Graben wird auch in einer Tiefe von 1,5 Meter eine Drainage verlegt. Mit dieser soll eventuell eindringendes Oberflächenwasser entsorgt werden.

Neustadt am Kulm: Großprojekt neuer Marktplatz

Neustadt am Kulm

Einige Anlieger wollen in diesem Zusammenhang ihre Keller trockenlegen und sanieren. Diese Arbeiten müssen mit der Stadt koordiniert werden. Jungwirth wies darauf hin, dass keine Drainagen an den Kanal angeschlossen werden dürfen und dass es zu keiner Absenkung des Grundwasserspiegels kommen darf. Dies ist gesetzlich verboten und würde auch zu Setzungen im Mauerwerk führen.

Vier Bauabschnitte

Um die Arbeiten an der Kreisstraße nicht zu behindern, wird die Firma Bauer noch im März damit beginnen, einen unteririschen Keller im Bereich des Gasthauses Schindler zu sichern. Das Kellergewölbe wird mit einer zusätzlichen Betonplatte abgedeckt so dass es auch von schweren Baufahrzeugen befahren werden kann. Bauabschnitt I schließt auch das Verlegen der Versorgungsleitungen im Bereich des Gehsteigs ein. Gleichzeitig beginnen die Arbeiten im Westen. Hier wird im Bauabschnitt II der Marktplatz neu angelegt. Der Bauabschnitt III umfasst das Gelände im Zentrum um das Rasthaus. Im letzten Bauabschnitt wird im östlichen Teil des Marktplatzes gearbeitet. Haberberger kündigte an, unter anderem in einem Mitteilungsblatt über weitere Details der Marktplatzsanierung zu informieren.

Das Projekt Markplatzsanierung soll in vier Bauabschnitten ablaufen, wie die Planskizze zeigt, die Architekt Volker Jungwirth präsentiert. Zunächst werden im Bereich der Gehsteige Versorgungsleitungen verlegt. Gleichzeitig beginnen die Arbeiten mit Bauabschnitt 2 im Westen und schließen im Osten des Ortszentrums ab.

 

 

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