14.10.2021 - 13:39 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Stadtrat Neustadt am Kulm diskutiert über Gestaltung des neuen Pavillons auf dem Marktplatz

Östlich des Kriegerdenkmals in Neustadt am Kulm soll unterhalb der Sichelkurven ein Multifunktionsgebäude entstehen. Bei der Planung des sogenannten Pavillons dürfen die Bürger mitentscheiden.

So könnte der neue Pavillon auf dem Marktplatz aussehen. Architekt Wolfgang Schultes stellte dem Stadtrat in seiner Sitzung drei Varianten vor, die sich in der Form des Daches und in der Bauweise der Außenwände unterscheiden. Die Bürger sollen in einer Abstimmung mit entscheiden, welche Variante gebaut werden soll.
von Autor OWProfil

Zur Sitzung des Stadtrats hatte Bürgermeister Wolfgang Haberberger Architekt Wolfgang Schultes aus Grafenwöhr eingeladen. Dessen Büro hat den Auftrag, ein Multifunktionsgebäude für den Marktplatz zu entwerfen.

Der circa acht mal acht Meter große Pavillon soll zum einen als Buswartehäuschen und zum anderen als überdachte Bühne für Veranstaltungen beziehungsweise als geschützter Sitzplatz genutzt werden können. Im Keller des Gebäudes sollen die Stromverteilerkästen für die Erdverkabelung, die normalerweise vor den Fassaden am Gehsteig aufgestellt werden, verschwinden.

Die Vorgaben dabei: Der Zugang zur Bushaltestelle muss barrierefrei, also ebenerdig, sein. Die Bühnenseite sollte eine Erhöhung von 50 Zentimeter haben und über zwei Treppen erreichbar sein.

Wolfgang Schultes stellte dem Stadtrat am Dienstag drei Variationen für das Gebäude vor. Alle hatten ein begrüntes Flachdach und unterschieden sich nur durch die Außenwände. Die dritte Version zeigte ein ebenfalls begrüntes Satteldach mit neun Grad Neigung.

Schultes sagte, dass der moderne Pavillon nicht dominant sein sollte: "Die historische Altstadt ist in Neustadt das Wichtige." Deshalb empfahl er eine transparente Bauweise, bei der die Außenwände aus Glas sind. Bürgermeister Wolfgang Haberberger war der gleichen Meinung. Er berichtete von Gesprächen mit Markplatz-Anwohnern, denen die Durchsicht von der Sommer- zur Winterseite wichtig sei.

Wunsch nach Schautafeln

In der anschließenden Diskussion wurden noch einige Anregungen vorgebracht. So soll auch die Bühnenseite mit einer barrierefreien Rampe erreichbar sein. Diese kann an der Südseite des Gebäudes angebracht werden. Die beiden Treppen an der Ostseite sollten durch eine durchgehende Treppenanlage ersetzt werden.

Im Bühnenbereich sind bewegliche Schautafeln und ein Sonnenschutz erwünscht. Ebenso soll zwischen der Bushaltestelle und der Bühne eine Tür vorgesehen werden. Käthe Pühl (BL-NBZ) erinnerte daran, dass für die temporär entfernten Schautafeln des Geoparks und des Oberpfälzer Waldvereins ein Platz vorgesehen werden müsse. Außerdem sollte eine Tafel entworfen werden, auf der über die Geschichte der Kulmstadt informiert wird.

In einigen Wochen Abstimmung

Haberberger informierte, dass am Marktplatz die Lage des neuen Gebäudes bereits mit vier Eisen gekennzeichnet sei. Architekt Wolfgang Schultes kündigte an, die besprochenen Änderungswünsche in die Vorschläge einzuarbeiten. Diese werden den Bürgern dann in etwa vier Wochen im Rathaus vorgestellt.

Dabei wird es auch zu einer Abstimmung, wie kürzlich bei der Wahl des Pflasters, kommen. Allerdings sollen diesmal alle Bürger der Stadt ab 16 Jahre stimmberechtigt sein. Ebenso sollen die Bürger über die Zukunft der beiden großen Eichen links und rechts des Kriegerdenkmals abstimmen. Einige Anwohner hatten vorgeschlagen, diese zu fällen und durch neue zu ersetzen.

Zur Sanierung des Marktplatzes informierte der Bürgermeister, dass ersten Ladungen mit Pflastersteinen und Randsteinen geliefert worden seien. Mit dem Setzen der Randsteine solle nächste Woche begonnen werden. Auch werde im östlichen Teil des Marktplatzes die temporäre Notbeleuchtung aufgestellt.

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