24.10.2019 - 15:40 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Nach 20 Jahren ist Schluss

Für viele ist er Rektor und Bürgermeisterkandidat. Gerhard Steiner ist aber auch Leiter des Kinderferienclubs der Pfarrei St. Georg. Nach 20 Jahren Amtszeit soll jetzt Schluss sein und Steiner blickt auf eine aufregende Zeit zurück.

Gerhard Steiner blickt auf 20 Jahre Kinderferienclub unter seiner Ägide zurück.
von Redaktion ONETZProfil

Nach zwei Jahrzehnten zieht sich Steiner als Sprecher des Kinderferienclubs der Pfarrei St. Georg zurück. „Ich plane diesen Schritt schon länger“, gesteht er. Seine Nachfolge hat er geordnet. Bereits vor zwei Jahren übertrug er die Verwaltung der Anmeldungen an Nicole Prasow sowie die der T-Shirts an Rainer Hetz. Seiner Meinung nach ist jetzt ein idealer Zeitpunkt für den Rücktritt. Nicht nur weil 20 eine schöne runde Zahl ist. „Wir sind zurzeit ein hervorragendes Team mit 15 engagierten Mitarbeitern, die nicht nur die Maßnahmen betreuen, sondern auch eigenverantwortlich Workshops anbieten und durchführen“, begründet Steiner seinen Schritt.

Bevor er Franz Gleixner im Jahr 2000 als Leiter des Kinderferienclubs beerbte, nahm er selbst schon mit seinen fünf Kindern am Programm teil und war drei Jahre lang Tagesverantwortlicher bei den verschiedenen Ausflügen. "Das ist schon immer eine hervorragende Einrichtung. Und als dann Franz Gleixner zurücktrat und wir ins Gespräch kamen", blickt der Rektor der Grund- und Mittelschule Floss zurück, "war für mich klar, dass ich den Club gerne organisieren würde."

Die erste Änderung: Steiner nahm alle Anmeldungen für die Aktionen selbst entgegen. Zuvor musste man sich bei den einzelnen Tagesverantwortlichen telefonisch anmelden, was oft sehr mühselig gewesen sei. Weiterhin führte er den Actionpass ein. Damit sollte ein Anreiz geschaffen werden, an mehreren Veranstaltungen teilzunehmen. "Das ist wie eine Stempelkarte", erklärt Steiner. Für jeden Besuch einer Aktion gab es einen Stempel. Wenn die Kinder dann eine bestimmte Anzahl erreichten, bekamen sie ein T-Shirt des Ferienclubs. Davor gab es das beliebte Shirt nur für die Kinder, die bei der letzten Ferienaktion der Saison dabei waren.Weiterhin wurden Tassen mit dem Logo des Kinderferienclubs angeschafft. Diese erhalten externe Verantwortliche als kleines Dankeschön.

Besonders dankbar ist Steiner, dass es in den vergangenen 20 Jahren keine größeren Zwischenfälle gegeben hat. "Zum Glück ist nie etwas schlimmeres passiert. Das ist schon bemerkenswert, vor allem bei all den Wanderungen, die wir unternommen haben." Kleinere Zwischenfälle gab es schon. Zum Beispiel als ein Kind beim Schlecken eines Wassereises kurz mit der Zunge am Eis kleben blieb.

In besonderer Erinnerung blieb ihm das Rekordjahr 2005 mit über 900 Teilnehmern an den Veranstaltungen. Bei den telefonischen Anmeldungen hatte er rund dreieinhalb Stunden lang den Hörer ohne Unterbrechung am Ohr. Heuer waren es 490. In diesem Jahr musste er 4 Busse für 210 Teilnehmer für die Fahrt in den Freizeitpark Geiselwind einsetzen. "Die Organisation war schon eine besondere Herausforderung", blickt Steiner zurück.

Die größten Veränderungen sieht Steiner in der Steigerung der Anzahl der Aktionen von 6 auf im Durchschnitt 15 pro Jahr. "Außerdem hat sich das durchschnittliche Alter der Teilnehmer geändert. Zu Beginn meiner Zeit beim Club haben hauptsächlich Kinder zwischen 10 und 14 an den Programmen teilgenommen. " Inzwischen liegt die Altersspanne zwischen 6 und maximal 10 Jahren. Das erfordere auch ein Umdenken in der Programmgestaltung. Es sei aber festzustellen, dass sich die Workshops immer größerer Beliebtheit erfreuen. Deshalb werden diese jetzt schon zweimal, vormittags und nachmittags, angeboten.

Als Dankeschön für sein jahrzehntelanges Engagement überreichte Theresa Uhl im Namen des gesamten Teams an Steiner einen Einkaufsgutschein und meinte: „Man hat immer gespürt, dass du mit deinem ganzen Herzblut dabei warst. Danke, dass du uns immer den Rücken gestärkt hast.“

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