"Jetzt läuft es endlich", berichten Lehrer und Schüler des Neustädter Gymnasiums. Sie haben sich damit abgefunden, dass die Handwerker ein halbes Jahr im Rückstand sind. Nach dem ursprünglichen Zeitplan sollte der erste Bauabschnitt abgeschlossen sein und in dieser Woche der Umzug in die neuen Räume erfolgen.
"Das wird jetzt in der ersten Augustwoche erfolgen", sagt Schulleiter Anton Hochberger. Und auch Claudia Prößl, Pressesprecherin im Landratsamt, bestätigt, dass die Arbeiten bis zu den Sommerferien abgeschlossen sein werden.
Staat zahlt die Hälfte
Ab September bis voraussichtlich Dezember 2020 folgt dann Bauabschnitt zwei. Er beinhaltet in erster Linie die Sanierung der Fachräume. Nach Abschluss werden etwas mehr als 18 Millionen Euro verbaut worden sein. Der Freistaat fördert das größte Hochbauprojekt des Landkreises mit knapp 8,9 Millionen Euro.
Hochberger freut sich schon auf das Ende des ersten Abschnitts. Direktorat und Verwaltung bekommen neue Räume. Und auch die neue, lichtdurchflutete Aula wird fertig sein, ebenso ein Großteil der digitalen Klassenzimmer. In den vergangenen Tagen hat ein Harvester, der im Felixwald im Einsatz war, gleich einige große Bäume für den neuen Zugang zur Schule gefällt. Für den Aufgang und die Außenanlagen läuft das Ausschreibungsverfahren. Voraussichtlicher Ausführungsbeginn soll in der zweiten Aprilhälfte sein.
In dieser Ferienwoche ist das Gymnasium ohne Strom und daher auch nicht besetzt. Die Verteiler stehen schon, in den Klassenzimmern werden die Elektroleitungen verlegt, inklusive der Verkabelung der interaktiven Displays.
Sporthalle der Abschluss
Und dann gibt es noch einen dritten Abschnitt. Der betrifft die überfällige Dreifachturnhalle. Der Förderantrag soll laut Prößl noch heuer gestellt werden.Zu den Kosten kann sie momentan noch nichts sagen. Es werde geprüft, ob die Maßnahme eventuell in zwei Teilen ausgeführt werden kann. Der erste Abschnitt beträfe die Sanierung und den Umbau des Funktionstrakts. Dabei bliebe die Halle in Betrieb, und für die Umkleiden, WC, Geräte usw. würden Container aufgestellt.
Im zweiten Abschnitt würde die Halle saniert. Der geplante Zeitraum dafür wäre dann Ende 2020 bis 2021. Dann könnte die gesamte Halle in Betrieb genommen und danach noch Restarbeiten an der Fassade und im Außenbereich vorgenommen werden.
Diese Pläne werden momentan auf die technische Machbarkeit und im Hinblick auf die knappe Bauzeit geprüft, verrät Prößl. Erst dann könnten Aussagen getroffen werden, ob diese Vorgehensweise funktioniere und welche Kosten abzuleiten seien. Die Sprecherin des Landrats versichert, dass Schule und auch die Vereine mit eingebunden werden.
Baumeisterarbeiten: 100 Prozent der Abbrucharbeiten sind erledigt, ebenso 95 Prozent der Mauerwerks- und Betonarbeiten. Vorwiegend müssen nur noch einige Durchbrüche verschlossen werden. Die Bodenabsenkung in der Aula, im Bereich des neuen Treppen-Hublifts, wird derzeit erstellt.
Heizungsarbeiten: Die Rohrleitungen sind größten Teil verlegt. Nach Erstellung der Vorwände in den Brüstungen erfolgt der Einbau der Heizkörper. Auch im neuen Technikraum sind die Leitungen verlegt.
Lüftungsarbeiten: Die Verlegung der Lüftungskanäle ist fast fertig. Es müssen nur noch die Auslässe mit den Flexschläuchen verlegt werden.
Sanitärarbeiten: Die Abwasser-, Regenwasser- und Trinkwasserinstallation ist bis auf kleinere Arbeiten abgeschlossen. Die Hauptleitungen im Keller sind verlegt. Löschwasserleitungen sind bis auf die letzten zehn Meter im Keller und der LW-Einspeisung fertig montiert.
Dacharbeiten: zu 98 Prozent abgeschlossen. Der Belag auf der Dachfläche (zweites Obergeschoss), Nordseite, wird nach Verlegung des Blitzschutzes voraussichtlich im April erstellt.
Fensterbauarbeiten: Die neuen Holz-Alu-Fenster sind zu 95 Prozent eingebaut worden.
Die Pfosten-Riegel-Fassade auf der Haupteingangsseite ist gesetzt, die Ost- und Westseite der Aula wird mit Pfosten-Riegel-Elementen in den nächsten Tagen ergänzt, anschließend wird die Windfang-Innenfassade in der Aula gesetzt.
Innendämm- und Innenputzarbeiten: Die Innendämmung ist bis auf ein paar Stellen aufgebracht, die Außenwände haben den neuen Innenputz auf der Dämmung erhalten. Das Kellergeschoss folgt.
Trockenbauarbeiten: Die Trockenbauwände wurden gestellt und können nun schrittweise nach erfolgter TGA-Installation geschlossen werden. Die Musterdecke wurde hinsichtlich Unterkonstruktion erstellt, derzeit wird die Decken-Unterkonstruktion im gesamten zweiten Obergeschoss erstellt. Anschließend folgt die Lochdecke mit Dämmauflage.
Estricharbeiten: Beginn Mitte März.
Natursteinarbeiten: Musterflächen wurden angelegt. Ausführungsbeginn voraussichtlich Ende März. Gleichzeitig werden das Linoleum und textile Bodenbeläge verlegt.
Innentüren und Innenfenster: Die Elemente werden voraussichtlich ab Ende April geliefert. Innentüren und -fenster werden Mitte Mai montiert, danach die Brandschutzportale an den Flurenden.
Fachraumausstattung: Für die Interims-Fachräume Chemie/Biologie wird ein mobiler Abzug aufgestellt. Die Interims-Vorbereitungsräume erhalten entsprechende Gefahrenstoffschränke mit Absaugung. Das alles erfolgt bis Mai.
Schreinerarbeiten: Große Bereiche sind bereits aufgemessen. Die Montageplanung wird derzeit erstellt, so dass die werkseitige Vorproduktion zeitnah beginnen kann.
Maler-, Spachtel-, Beschichtungsarbeiten: Voraussichtlicher Start Ende April/Anfang Mai.
Außenliegender Sonnenschutz: Die Montage der Elemente ist abgeschlossen. Sobald das Gerüst abgebaut ist, können die motorischen Steuerungen angeschlossen und die Feinjustierung der Behang-Elemente erfolgen.
Fassadenbauarbeiten: Der neue vorgelagerte Stahlbau ist zu 98 Prozent vollflächig mit den spiegelnden Aluminiumplatten verkleidet. Die Bestandsfassade ist zu 98 Prozent mit spiegelnden U-Profilen in den Betonrillen belegt.
Wärmedämm-Verbundfassade am Haupteingang: Ausführung voraussichtlich April/Mai 2019.













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