Oberst Boyd ist bereits seit Juli 2018 Garnisonskommandeur in Grafenwöhr. Wegen Zeitmangel hatte er aber bisher keine Gelegenheit für einen offiziellen Antrittsbesuch im Amtszimmer des Landrats. "Wir haben uns aber schon bei verschiedenen Terminen persönlich kennengelernt", versicherte Meier.
Zu besprechen hatten der Politiker und der Vertreter der US-Army einiges: Der Schießlärm der letzten Wochen war ein Ärgernis für die Anwohner. Boyd ist als Kommandeur des Truppenübungsplatzes nicht direkt für die Schießübungen zuständig. Dies obliegt der Verantwortung des 7. US-Armee Trainingskommando unter der Leitung von Brigadegeneral Christopher LaNeve. Es wird aber bald ein Treffen zwischen deutschen und amerikanischen Vertretern diesbezüglich geben.
Meier ist dennoch überzeugt, dass die Vorteil des Übungsplatzes überwiegen. Neben den wirtschaftlichen Vorzügen ist die Zusammenarbeit im Bereich der Feuerwehren für beide Seiten wichtig. "Bei Bränden und Schneefällen helfen wir gerne aus", erklärt Oberst Boyd. Dies geschieht jedoch bisher nur auf freiwilliger Basis. Meier und Boyd wollen nun eine rechtliche Grundlage schaffen, um gegenseitige Sicherheit für Einsätze zu haben.
Boyd war schon in vielen Orten in Deutschland stationiert. Sein Kommando in Europa wird voraussichtlich im Sommer 2020 enden und er wird in die USA zurückkehren. Nirgends war es für ihn so schön wie in der Oberpfalz. "The best comes last," erklärt er mit einem Lachen.
Die Bundeswehr lädt am Vormittag des 3. Aprils alle vom Schießlärm des Truppenübungsplatzes betroffenen Bürgermeister, Landräte sowie Vertreter des Bundesministeriums für Verteidigung und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zu einem Treffen in Grafenwöhr ein. Sie werden sich intern beraten. Nachmittags werden sie gemeinsam mit einer Abordnung des verantwortlichen 7th Army Training Commands diskutieren und das Vorgehen für die Zukunft besprechen. Die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit zeitnah bekannt gegeben.













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