Neustadt an der Waldnaab
29.01.2020 - 11:26 Uhr

Architektonische Schmankerln in Neustadt ausgestellt

Bauwerke in Niederbayern und der Oberpfalz können sich sehen lassen. Dies zeigt eine Ausstellung im Alten Schloss in Neustadt.

von KRB
Jakob Oberpreller und Karlheinz Beer zusammen mit Landrat Andreas Meier (von links) vor der Tafel „Neubau eines Wohnhauses in historischer Scheune in Kemnath“, mit dem das Architekturbüro des Weideners Beer einen Preis gewann. Bild: krb
Jakob Oberpreller und Karlheinz Beer zusammen mit Landrat Andreas Meier (von links) vor der Tafel „Neubau eines Wohnhauses in historischer Scheune in Kemnath“, mit dem das Architekturbüro des Weideners Beer einen Preis gewann.

Nicht nur ausgezeichnete Bauten werden noch bis Freitag, 7. Februar, zu sehen sein, sondern auch architektonische Schmankerln, die für Aufsehen sorgten. Das Foyer im Alten Lobkowitzschloss in Neustadt dient in den kommenden Tagen als Ausstellungsraum für besondere Bauwerke. Der Architektenverband Niederbayern/Oberpfalz hatte aufgefordert, qualitätsvolle Architektur zu melden. 56 Projekte wurden eingereicht.

In Neustadt sind nun beinahe 30 dieser Beispiele zu sehen. Neben dem „Haus der Begegnung“ im Johannisthal bei Windischeschenbach, der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg ist auch die Chapel vom Netzaberg in Grafenwöhr beispielgebend für den Landkreis Neustadt aufgeführt.

Architekt Jakob Oberpreller vom Kreisverband Niederbayern/Oberpfalz dankte zunächst Landrat Andreas Meier für die Möglichkeit dieser Ausstellung. „Neustadt ist die letzte Station unserer Wanderausstellung. Wir brauchen uns hier in Niederbayern und der Oberpfalz mit unserer Architektur nicht zu verstecken. Unsere Aufgabe ist es, aus der Historie und lernen und regionale Identität zu schaffen.“ Der Kreisvorsitzende der Architekten betonte, dass sich alle Architekten an diesem Wettbewerb beteiligen konnten. „Von den 56 Projekten erhielten 5 eine Auszeichnung und 7 eine Anerkennung.“

Aus Weiden war Architekt Karlheinz Beer nach Neustadt gekommen. „Bei dieser Preisexplosion schauen wir gerne aufs Land, weil wir hier Lebensqualität sehen. Diese Identität und Qualität sieht man auch im Landkreis Neustadt. Wenn wir diese Chance nutzen, können wir im Verbund für unsere Heimat werben.“ Beer forderte auf, mit Achtsamkeit die Fortentwicklung zu betreiben und sprach auch einige Aushängeschilder wie den Anbau des Landratsamtes in Neustadt an. „Wichtig sind aber gute Bauverwaltungen. Gemeinsam mit Neustadt, Weiden und Tirschenreuth wollen wir anpacken.“ Beer sah Beispiele der architektonischen Dynamik wie in Südtirol oder Vorarlberg auch in unserer Gegend.

In einer Landesgartenschau von Neustadt über Altenstadt bis Weiden könnte man nach seinen Worten auf Jahre hinaus etwas bewegen. Im Bezug auf den Flächenverbrauch forderte er, die Altlastenflächen zu sanieren und zu verwenden. An die Kommunalpolitiker gewandt bat er darum, nicht immer nur auf die Kosten zu achten, sondern auch die Qualität mit zu berücksichtigen.

Landrat Meier verwies im Zusammenhang mit Qualität auf den Neubau des Landratsamtes. „ Wir müssen natürlich vernünftig mit dem Geld umgehen, das wir von den Kommunen erhalten.“ Als ein Beispiel von offener und freundlicher Gestaltung sprach er die Sanierungsarbeiten am Neustädter Gymnasium an. „Trotz aller Qualitätsansprüche muss man sich dies auch leisten können. Wir müssen dazu auch Kritiker ernst nehmen, denn nicht alles muss jedem gefallen.“

 
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