24.11.2021 - 14:31 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Wenn Babyglück zur Hölle wird, helfen ein Rockvideo und die Koki Neustadt/WN

Kann Überforderung witzig sein? Kann man Stress mit Mann, Frau und Kind besingen? Oh ja. Eine Abteilung des Landratsamts Neustadt/WN zeigt, wie das geht.

Süßes Baby? Ach was, ein kleines Monster. Wenn eine Mutter solche Gedenken überfallen, kann ihr eventuell die Koordinierte Kinderschutzstelle (KoKi) im Landkreis Neustadt/WN weiterhelfen.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Koordinierende Kinderschutzstelle (KoKi). Der Name mieft nach Windows-Datei und Büroklammer. Seine Bedeutung ist dagegen höchst zwischenmenschlich. Sie beantwortet die Frage: Was tun junge Eltern, wenn ein Baby unterwegs ist, oder der Säugling das Leben umkrempelt, weil er schon da ist? In solchen Fällen weiß die KoKi mit ihrem Programm „Frühe Hilfen“ Rat. Zehn Jahre gibt es die Beratungsstelle am Landratsamt Neustadt mittlerweile. Zum Jubiläum beschenkte sie sich mit einem Rockvideo, das in dreieinhalb Minuten zeigt, wie die Koki Müttern und Vätern aus der Patsche hilft, die mit der neuen Situation einfach nicht zurechtkommen. 10.000 Euro hat das Ganze gekostet, voll finanziert vom Bund über eine Stiftung. Der Song heißt „Rettungsboot“ und ist der Soundtrack zu einem herrlichen Clip, in dessen Mittelpunkt ein Paar steht, dass genervt ist vom Partner, vom Baby und vom Leben überhaupt. Dann tritt eine Koki-Mitarbeiterin auf den Plan und renkt den Alltag wieder ein. Dafür verantwortlich ist die Produktionsfirma „Die Filmmaschine“ aus Amberg. Sie hat die Schauspielszenen mit witzigen grafischen Spielereien unterlegt. Dazu spielt eine Band aus dem Dunstkreis der Musikinitiative Vohenstrauß ihr „Rettungsboot“, komponiert von Schlagzeuger Hannes Gilch und Gitarrist Hermann Utz, die von Sängerin Steffi Mittelmeier und Bassistin Christine Licha unterstützt werden. Seit drei Wochen steht das Resultat online.

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Das Video zum Koki-Song "Rettungsboot"

 

 

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