Umgehung hin oder her: Die Überquerung der Ortsdurchfahrt zwischen Landratsamt und Freyung ist zu bestimmten Zeiten nicht ganz gefahrlos. Daher plante die Stadt mit drei Überwegen: einem in Höhe der Raiffeisenbank, einem bei der Bäckerei Arnold und einem bei der Volksbank.
Übrig bleibt die Raiffeisenbank-Variante. Zum einen, weil dort mit den im ehemaligen Hotel "Am Hofgarten" entstehenden HPZ-Wohnungen mehr Frequenz erwartet wird, zum anderen, weil die kalkulierten Kosten mit 18 000 Euro noch vertretbar erscheinen. Die beiden anderen Varianten erscheinen "wahnsinnig teuer", wie Bürgermeister Rupert Troppmann erklärte: 25 000 Euro bei Arnold und 60 000 Euro bei der Volksbank.
Troppmann hatte offenbar nicht unbedingt damit gerechnet, dass alle Räte dem Vorschlag folgen, den er mit den Fraktionsführern vorgelegt hat. Doch alle sahen das genauso. Erst mal bei der Raiffeisenbank Nägel mit Köpfen machen. Josef Arnold (CSU) hatte zuvor auch noch mal erklärt, warum diese Stelle am besten geeignet sei. Die anderen beiden Stellen seien weniger stark vom Verkehr belastet und liegen im Sanierungsgebiet. "Vielleicht gibt es deswegen nochmal Änderungen in der Straßenführung." Achim Neupert (SPD) sieht dies ähnlich. "Sehen wir die Raiffeisenbank-Querung als Einstieg und gehen wir das andere mal im Paket Freyung/Grader-Kreuzung an." Gerhard Steiner (Freie Wähler), gab zu, dass er und seine Mitstreiter von der abgespeckten Planung anfangs nicht begeistert waren, die Kosten-Nutzen-Analyse habe sie jedoch überzeugt.
"Da sage ich danke. Das ist ein Stadtrat, der nicht Einzelinteressen, sondern das Ganze im Blick hat", hörte man den Stein vom Herzen des Bürgermeisters fallen. Wohl auch, weil der neue Stadtrat diesen Beweis erst noch erbringen muss.
Etwas gereizter als gewohnt reagierte Bürgermeister Troppmann auf die einzige Nachfrage unter dem Punkt „Sonstiges“. Rainer Hetz (SPD) wollte wissen, ob das Weidener Architekturbüro SHL schon eine Stellungnahme zu den Schäden am Stadtplatz abgegeben hat. „Das brauchen wir für unsere Anwaltskanzlei Ederer.“ Den Hintergrund erläuterte Hetz so: Zum Glück habe der milde Winter dem Stadtplatz nicht allzu sehr zugesetzt. Trotzdem lasse die Trennbetonschicht kein Wasser durch, und der Unterbau sei marode. Troppmann antwortete, dass die Weidener Firma Scharnagl bislang alle entstandenen Schäden bezahlt habe. „Im Übrigen haben wir vor vier Wochen Probebohrungen in Auftrag gegeben. Wir erwarten das Gutachten.“ Bis wann, weiß Troppmann auch nicht. Hetz hakte nochmals nach: Was sagen die SHL-Architekten? Troppmann wies lediglich darauf hin, dass dieses Thema über die Rechtsanwälte beider Seiten laufe. (phs)













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