19.05.2019 - 11:29 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Berührend und locker zugleich

Zwei Glanzpunkte überstrahlen den berührenden Jugendgottesdienst in St. Felix: die Predigt von Guardian Stanislaus und die Gestaltung durch die Band „Carpe Diem“. Es ist eine besondere Messe zum Felixfest.

Pater Stanislaus stellte in seiner Predigt heraus, dass der heilige Felix sein eigenes Leben auch immer wieder von außen betrachtet habe. Einen beeindruckenden musikalischen Beitrag leistet die Band „Carpe Diem“.
von Karl WildenauerProfil

Das mit vielen weiß blühenden Blumen geschmückte Gotteshaus erstrahlte regelrecht. Mucksmäuschenstill lauschten die jungen und junggebliebenen Kirchenbesucher den Worten des beliebten Gottesmannes in einer gehaltvollen Predigt. Pater Stanislaus brachte die Lebensphilosophie des heiligen Felix von Cantalice auf den Punkt: Man solle sein eigenes Leben so anschauen, als ob es schon zu Ende wäre. Bereits jetzt sollte man herausfinden, warum man auf etwas stolz sei oder was einen froh macht.

Die Menschen sollten vor allem mit Freude durchs Leben gehen, empfahl der Klosterchef. Gedanklich solle man seine eigene Biografie verfassen und auf das noch bevorstehende Leben quasi zurückschauen. „Wie würde ich mich im eigenen Licht sehen, wenn ich am Ende meines Lebens stünde?“, fragte der Geistliche. Immer wieder solle man zwischendurch eine Lebensbilanz ziehen.

In 46 Motiven, hauptsächlich als Deckengemälde, sei die Biografie des heiligen Felix in der Klosterkirche nachgezeichnet. Viele Messbesucher fänden einen Zugang zu dem Heiligen. Felix habe sein Leben ernst genommen und es geliebt. Er sei ein demütiger und tapferer Mensch gewesen. Er sollte ein Beispiel dafür sein, dass auch wir stolz auf unser Leben sein könnten, unterstrich der Neustädter Priester.

Wir seien alle von Gott geliebt. Güte, Demut, Milde und Geduld sowie gegenseitiges Ertragen und Vergeben seien der Schlüssel. Der „Bruder Deo Gratias“, wie der heilige Felix auch genannt werde, habe stets nach der Devise „Ich bin von Gott getragen“ gelebt. Zwei Votivtafeln im Gotteshaus erinnerten an örtliche Begebenheiten, informierte Ordensmann Stanislaus. Beispielsweise sei ein Bauer aus Roschau durch Ablass-Gebete von seinem schweren Leiden geheilt worden.

Herzergreifend sangen Christina Hausner-Ruf und Franz Nowy im Duett nach der Kommunion „A love until the end of time“ von Plácido Domingo und Maureen McGovern. Christine Schindler untermalte das Solo auf dem E-Piano mit viel Einfühlungsvermögen. Die Gottesdienstbesucher und auch Pater Stanislaus waren tief berührt.

In der Besetzung mit Martin Steger, Renate Fukerider, Monika Steger, Franz Nowy, Hans Prem, Christina Hausner-Ruf und Christine Schindler interpretierte die christliche Band ferner die modernen Lieder „Alles ist möglich, dem, der liebt“, „Du bist uns’re Hoffnung - Ehre sei dir Gott“, „Groß sein lässt meine Seele den Herrn“, „Herr, Deine Liebe ist wie Gras und Ufer“ sowie „Jesus Christ – you are my life“.

Die am späten Nachmittag aufkommende Frühjahrs-Sonne trug zur positiven Atmosphäre unter den Gläubigen bei. Ein fröhliches Beisammensein bei frischen Biobrezen, Käse, Wein und Wasser in der Pilgerhalle beschloss den „Tag für die Jugend“ beim Felixfest. Auch Pater Witold gesellte sich zu den illustren Gästen.

Pater Stanislaus stellte in seiner Predigt heraus, dass der heilige Felix sein eigenes Leben auch immer wieder von außen betrachtet habe. Einen beeindruckenden musikalischen Beitrag leistet die Band „Carpe Diem“.
Pater Stanislaus stellte in seiner Predigt heraus, dass der heilige Felix sein eigenes Leben auch immer wieder von außen betrachtet habe. Einen beeindruckenden musikalischen Beitrag leistet die Band „Carpe Diem“.
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