24.11.2019 - 14:55 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Bierbrauen und Wasserspiele

Das LAG-Entscheidungsgremium fördert vier Projekte. Die Anträge reichen von Fitness für Senioren über die Ausgestaltung eines Festplatzes bis hin zu dem Wiederaufleben der Bierbraukultur.

Armin Schmidt vom Kommunbierverein Eschenbach informiert über die Wiederbelebung der dortigen Brautradition.
von Stefan NeidlProfil

Pressaths zweiter Bürgermeister Maximilian Schwärzer stellte der Lokalen-Aktions-Gruppe (LAG) des Forums Neustadt Plus die Pläne für die Entwicklung des Platzes um das Hans Ficker Vereinsheim vor. "Wir wollen eine Begegnungsstätte für Jung und Alt", sagt Schwärzer. Der Platz soll aufgewertet werden. Veranstaltungen wie das Bürgerfest, der Adventsmarkt oder das Gartenfest finden an dem zentral gelegenen Ort bereits statt. Nach der Erweiterung will Pressath dort für den gesamten LAG-Bereich Veranstaltungen abhalten. Schwärzer beantragt 20.100 Euro für das 40.000 Euro teure Projekt. Für eine konkrete Verwendung der Gelder, will die Stadt die Bürger mit einbinden. Der Ausbau des 680 Quadratmeter großen Festplatzes soll in jedem Fall ressourcen- und naturschonend werden. Der Antrag wurde einstimmig bewilligt.

Störnsteins Bürgermeister Markus Ludwig will mehrere Fitnessgeräte für Senioren auf den Spielplätzen ein Störnstein, Lanz und Reiserdorf aufstellen. "Wir haben 200 Einwohner über 70 Jahre und 408 über 60 Jahre", erklärt er. Besichtigungen mit dem Seniorenbeauftragten, Frauenbund und der Allgemeinen Arbeiterwohlfahrt haben ihn in seinem Beschluss bestätigt. Es sollen einfach zu bedienende Geräte für Arme, Beine und Rumpf sein. Für das 17.000 Euro teure Vorhaben bewilligte ihm das Entscheidungsgremium 8640 Euro.

Am Atzmannsee bei Eslarn soll eine Wasser- und Spiellandschaft entstehen. Bürgermeister Reiner Gäbl will Jung und Alt verbinden. Das Problem am Atzmannsee sei, dass See und Ufer sehr steil abfallen und darum für Kinder gefährlich seien. Darum sollen auf der 2200 Quadratmeter großen Wiese zwei Weiher für Kinder und Jugendliche entstehen. Ein 300 Quadratmeter Gewässer soll Kindern von zehn bis zwölf Jahren einen Turm und Kletterfelsen und ein mittiges Podest zum spielen dienen. Ein kleinerer Weiher soll für Kleinkinder nur 40 Zentimeter tief werden und kleine Inseln beinhalten. Dazu sollen Bänke und Kletterburgen kommen. Landschaftsarchitekt Eugen Schimmel will für eine konkrete Ausarbeitung die Bevölkerung beteiligen. Dem 410.000 Euro teurem Projekt wurde eine Förderung von 200.000 Euro zugesagt.

Der Kommunbier-Verein Eschenbach will die Bierbrautradition in Eschenbach wiederbeleben. Vorsitzender Thomas Riedl will für Feste selbst Bier nach altem lokalen Rezept herstellen. Dieses soll aber nicht gewerblich in einem Markt gekauft werden können. Dafür möchte der Verein Ausrüstung und Brauanlage anschaffen. Riedl kann sich eine Zusammenarbeit mit Schulen und lokalen Vereinen vorstellen. Bestehende Kulturprojekte wie der Bierweg in Eschenbach und die Sanierung der Felsenkeller sollen verbunden werden und dadurch die regionale und kulturhistorische Identität gestärkt werden. Die Bürger sollen in Seminaren auch selbst Bier brauen können. Das Gremium legte Riedl nahe, lokale Hersteller einzubinden und bewilligte ihm 12.000 Euro für die 36.000 Euro teure Investition.

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