17.03.2019 - 12:20 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Bittsteller erhört

Fast die gesamte Woche war das Wetter regnerisch. Doch am Samstag, zum Patenbitten der Feuerwehr Windischeschenbach in Neustadt bleibt es trocken.

Auf ein gute Fest stoßen Kommandant André Stessmann, die Bürgermeister Karlheinz Budnik und Heinrich Maier, Landrat Andreas Meier, Helmut Staratschek, Michael Spranger und Christian Münchmeier (von links) an.
von Werner ArnoldProfil

Lag es am Ehrenschirmherrn Landrat Andreas Meier, der diese Aufgabe bereits für seine Heimatwehr übernommen hat. Die Neustädter tragen ihm ihre Bitte am Mittwoch vor. Der Platz vorm Landratsamt war hell erleuchtet. Die Neustädter Wehr hatte Aufstellung genommen. Etliche Bürger warteten gespannt auf das Spektakel. Punkt 18 Uhr ertönte der erste Trommelschlag und vom Parkdeck kommend erklang die Marschmusik der Stadtkapelle Windischeschenbach mit ihrem Dirigent Norbert Zimmermann. Die gesamte Feuerwehr mit Bürgermeister Karl Heinz Budnik und Stadträten folgte in Richtung Stadtplatz.

Eine 150-jährige Geschichte verbinde die beiden Feuerwehren Windischeschenbach und Neustadt, sagte Neustadts Vorsitzender Helmut Staratschek. "Seit 1869, dem Gründungsjahr der beiden Wehren, sind wir freundschaftlichen verbunden." Nach einer guten alten Tradition seien die Windischeschenbacher mit Musikkapelle gekommen, um zum Gründungsfest die Patenschaft zu erneuern. "Es ist für uns eine besondere Freude, dass ihr an uns herangetreten seid, wie schon beim 100- und 125-jährigen Gründungsfest."

Mitten auf dem Platz lagen zwei abgerundete Holzscheite, auf denen sich Kommandant André Stessmann und Vorsitzender Christian Münchmeier niederknieten. In tiefstem Dialekt formulierten sie ihr Anliegen. "Mir graing a Fahna nu des Joar, im Juli trag'n mas zum Altar. Drum homa denk, mia war'n ja Narr'n, wenn ma an anern bitt'n dan. Mia han as beste mit, was in der Oberpfalz dou gibt, an Zoigl friesch as Eschawo." A Bäir wou koana na sag'n ko.

Auch die beiden Neustädter Staratschek und Spranger antworteten im Dialekt, dass sie die Patenschaft gerne übernehmen würden. "Mia übernemmas Patenamt, ihr kinnts vollkommen sicher sai, im Juli san ma mit dabei." Dann erlaubten sie den Bittstellern das Aufstehen. Nach dem Austausch der Patenurkunden wurde auf die Partnerschaft angestoßen. Alle Kameraden und Gäste ließen sich das Freibier schmecken.

Landrat und Ehrenschirmherr Andreas Meier freute sich schon auf die beiden Jubelfeste. Er wies auf die Bedeutung der Wehren hin und hofft, dass er seiner Ehrenaufgabe gerecht werden könne, wie an diesem Tag und es trocken bleiben werde. Zweiter Bürgermeister Heinrich Maier bekannte, ein großer Verfechter der Tradition zu sein. "Sie muss aufrecht erhalten und belebt werden." Windischeschenbachs Rathauschef Karlheinz Budnik zeigte sich erfreut das die Patenschaft erneuert wurde. Mit Blasmusik bewegte sich der Festzug im Fackelschein ins Feuerwehrhaus, wo die gemeinsame Feier weiterging.

Die Patenwehren tauschen Urkunden aus.
Im Fackelzug geht es ins Gerätehaus
Auf einem Holzscheit bitten Kommandant André Stessmann und Vorsitzender Christian Münchmeier (von rechts) um Anhörung
Mit Musik ziehen die befreundeten Wehren vom Stadtplatz zur Feier ins Gerätehaus.

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