13.03.2020 - 15:32 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

BLLV-Neustadt: Meidenbauer geht mit Kultusminister ins Gericht

Der Bayerische Lehrerverband (BLLV) kritisiert die Notfallmaßnahmen des Kultusministeriums. Das machte die Bezirksvorsitzende Katja Meidenbauer bei der Hauptversammlung des BLLV-Neustadt/WN klar. Doch auch sie musste sich Kritik anhören.

Die Bezirksvorsitzende Katja Meidenbauer (links) und Kreisvorsitzende Ulrike Holl (rechts) ehren bei der Jahreshauptversammlung des BLLV Neustadt langjährige Mitglieder für ihre Treue zum Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverband.
von Externer BeitragProfil

Katja Meidenbauer, die Vorsitzende des Oberpfälzer Lehrerverbandes, hat ein Thema, das sie auch der Jahreshauptversammlung des BLLV-Kreisverbandes Neustadt/WN nicht vorenthalten wollte: “Herz. Kopf. Hand. Bildung ist Zeit für Menschen“. Sie betonte, wie wichtig das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern sei. „Das Vertrauen, das die Kinder in uns setzen, und die Bereitschaft, sich mit uns auf den Weg in die Welt des Wissens und Lernens zu machen, brauchen wir für eine gute Beziehung, denn Wissensvermittlung beruht auf einer guten Beziehungsarbeit und diese dürfen wir keinesfalls enttäuschen oder missbrauchen“, sagte Meidenbauer. Detailliert ging sie auf die Notfallmaßnahmen des Kultusministeriums vom Januar ein, die nicht sehr respektvoll bekannt gemacht wurden. Für viele ältere Kolleginnen nicht verkraftbar seien die Einschränkungen bei den Teilzeitmöglichkeiten. Ebenso, dass sie nicht mehr mit 64 in den Ruhestand gehen dürfen.

Im Februar organisierte der BLLV einen Aktionstag gegen diese Maßnahmen, dem auch die Lehrer in der Oberpfalz vielfach folgten. Der Kultusminister habe sich die Sorgen des BLLV zwar angehört und sowohl von finanziellen Verbesserungen als auch von Entlastungen für die Schule gesprochen. Wenn in der vierten Klasse ab kommendem Schuljahr zwei Proben weniger geschrieben würden, könne noch nicht von einer Entlastung für die Kollegen gesprochen werden. Einig waren sich die anwesenden Lehrer bei der Versammlung, dass diese Maßnahmen die Probleme an den Grund- und Mittelschulen nicht lösen können. Deshalb fordert der BLLV: Bessere Arbeitsbedingungen, A 13 auch für Grund- und Mittelschullehrkräfte, eine flexible Lehrerbildung und Entlastungen für Fachlehrer und Förderlehrer, die Tag für Tag als Vertretungen eingesetzt werden.

Die Bezirksvorsitzende musste sich aber auch kritische Anmerkungen aus der Versammlung anhören: Die Mittelschule würde in der letzten Zeit sehr vernachlässigt. Auch der Auftritt von BLLV-Präsidentin Fleischmann bei „Jetzt red i“ hat manchem gar nicht gefallen.

Info:

Mitglieder Ehrungen

Die Bezirksvorsitzende Meidenbauer und Kreisvorsitzende Ulrike Holl ehrten gemeinsam langjährige Mitglieder für ihre Treue zum BLLV und zeichneten sie mit Urkunden und Geschenken aus. 70 Jahre ist der langjährige Kreisvorsitzende Arthur Meyer beim Verband; seit 55 Jahren sind Sabine Hoffmann, Wilhelm Knopp, Leopold Tausch und Josef Troidl Mitglieder. Gotthard Betz, Georg Heigl, Franz und Werner Schmola traten vor 50 Jahren in den BLLV ein. Johann Hero, Lioba Steghöfer und Irmgard Thaller sind seit 45 Jahren Mitglieder. Vor 40 Jahren kam Reinhard Ott zum BLLV. Seit 35 Jahren sind Karl Haubner und Gabriela Nössner Mitglied. Ausgezeichnet für 30 Jahre Mitgliedschaft wurden Rita Brey und Günter Paul. Vor 25 Jahren traten Ulrike Holl, Anja Kraus, Hubert Reil und Marion Steiner in den BLLV ein.

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