22.01.2021 - 12:44 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Corona-Orden des Neustädter Faschingsvereins: Eine Rarität aus Edelstahl

Der Verein Neustädter Faschingszug ist für seine Orden bekannt. Einige Neustädter haben befürchtet, dass es heuer zum ersten Mal keine Auszeichnung geben könnte. Aber Vorsitzender Jürgen Treschen hat frohe Narrenkunde.

Eine Rarität aus geschliffenem Edelstahl. Der Faschingsorden 2021 ist in streng limitierter Stückzahl in Teamarbeit der Mitglieder hergestellt worden. Er zeigt den "Schwarzen Kater", das Wappentier des Vereins, auf einem Virus stehend.
von KRBProfil

Trotz der Pandemie haben sich die Verantwortlichen des Vereins Neustädter Faschingszug e.V. um ihren Vorsitzenden Jürgen Trescher dafür entschieden, die jahrzehntelange Tradition des Saisonordens auch heuer aufrechtzuerhalten, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Für diesen aufwendigen und künstlerisch hochwertigen Orden ist der Neustädter Faschingsverein im Landesverband Niederbayern/Oberpfalz sehr bekannt. „Es möchte ihn jeder haben und jedes Jahr haben wir einen Hingucker, der auch ein sehr beliebtes Tauschobjekt bei allen Veranstaltungen ist,“ sagt Vorsitzender Trescher.

So ist dieses Mal ein etwas anderes Exemplar in geschliffenem Edelstahl und sehr geringer Stückzahl entstanden, was allerdings als absolute Rarität in die Geschichte des Vereins eingehen wird. Alles komplett in Marke Eigenbau.

Das ungewohnte Design hat auch heuer wieder stellvertretende Zeremonienmeisterin Susanne Eck in Zusammenarbeit mit Zeremonienmeister Georg Kunz entworfen. Der Orden ist ehuer ein Teamprojekt - in mühevoller Arbeit von einigen handwerklich geschickten Mitgliedern selbst entworfen, gefertigt, geschliffen und schließlich selbst montiert.

Der Orden zeigt das Wappentier, wie es auf einem Virus steht und versucht, dieses zu verdrängen. Die Verantwortlichen des Vereins hoffen sehr, dass dem Schwarzen Kater das auch gelingt, damit nächstes Jahr wieder eine normale Saison stattfinden kann.

Schwierigkeiten bereitet pandemiebedingt allerdings die Verleihung der Orden. Normalerweise ist es ja üblich, dass er ausschließlich mit Küsschen vom Prinzenpaar verliehen wird.

Aber auch hier hat der Faschingsverein seine Kreativität abermals unter Beweis gestellt.

Den etwa 140 aktiven Mitgliedern wurde der Orden gut verpackt an die Haustür bzw. in den Briefkasten geliefert. Das gleiche geschieht demnächst bei den Ehrensenatoren und Senatoren des Vereins sowie den Bürgermeistern und Stadträten.

Zum Verkauf ist dieser limitierte Orden allerdings nicht gedacht. Trescher dankt allen, die zum Gelingen dieses Souvenirs beigetragen haben und betont außerdem, dass diese Art der Verleihung auf jeden Fall nicht der Standard bleiben wird. Er versichert, dass der Verein in den Startlöchern steht und die Planungen für die kommende Saison bereits auf Hochtouren laufen.

So wurden erste Termine festgelegt und gebucht, sowie die ersten Bands verpflichtet.

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