20.10.2020 - 17:25 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Coronavirus: Schulen in Eschenbach und Neustadt weichen mit Unterricht auf Sporthallen aus

Der Landkreis gilt als Risikogebiet. Zwei Schulen nehmen das Angebot des Landkreises an, mit dem Unterricht in Sporthallen auszuweichen. In Eschenbach wird nun die Jahrgangsstufe 12 komplett in der Halle unterrichtet.

Unterricht in der Mehrzweckhalle in Eschenbach
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Aufgrund der 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Neustadt/WN weichen einzelne Klassen an den Schulen nun in die Sporthallen aus. Das bestätigt das Landratsamt Neustadt auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Wegen des Inzidenzwerts von über 50 ist der Landkreis vom Gesundheitsministerium derzeit als Risikogebiet eingestuft. Die Klassen müssen daher gemäß der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung geteilt werden, wenn der Abstand von 1,5 Metern in Klassenzimmern oder Fachräumen nicht eingehalten werden kann.

Das Landratsamt wollte daher die Schulen unterstützen. „Wir haben bei den Schulen, welche die landkreiseigenen Turnhallen nutzen, nachgefragt, ob sie die Hallen für die Teilung der Klassen nutzen wollen. Dies wurde in Eschenbach und bei der Lobkowitz-Realschule in Neustadt/WN bejaht. Deshalb haben wir diese beiden Hallen für die Vereine bis auf Weiteres gesperrt“, teilt Prößl mit. Die betroffenen Vereine werden vom Landratsamt informiert.

Am Gymnasium Eschenbach wird nun die komplette Jahrgangsstufe 12 in der Dreifachhalle unterrichtet. „So ist es uns möglich die angehenden Abiturienten unter den vorgeschriebenen Maßnahmen komplett zu unterrichten, ohne die einzelnen Kurse zu teilen. Die Schwierigkeit ist, dass es sich um einen starken Jahrgang mit insgesamt 107 Schülern handelt“, erklärt Schulleiter Peter Schobert.

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Die Klassen 5 bis 11 werden, wie auch an anderen Schulen, geteilt unterrichtet. Um die Jahrgangsstufe 12 zu unterrichten, wurden die drei Hallen sowie ein großer Vorraum dementsprechend mit Stühlen und Tischen sowie technischer Ausrüstung für den Unterricht ausgestattet. „So ist fast Unterricht wie in normalen Klassenräumen möglich. Ausnahme sind Fächer wie Chemie oder Physik, in denen sonst Versuche durchgeführt werden“, erläutert Schobert.

Auch an der Lobkowitz Realschule in Neustadt weicht eine Klasse in die Sporthalle aus. „Der Mindestabstand muss wegen der aktuellen Lage gewährleistet sein, deswegen haben wir uns so entschieden. Ausweichen muss bei uns aber nur ein Kurs mit 21 Schülern. Es finden zehn Unterrichtsstunden pro Woche in der Halle statt“, erklärt Schulleiterin Irene Sebald. Wie einzelne Schulen die Vorschriften umsetzen, liege in deren Ermessen, erklärt Pressesprecherin Claudia Prößl. Einige Schulen hätten ausreichend große Klassenzimmer, einige teilen die Klassen und gehen in einen täglichen oder wöchentlichen Wechsel von Präsenzunterricht und „Home-Scooling“ und ein paar nutzen die Sporthallen als zusätzliche Fläche. Mit dem Sportunterricht kollidiert die Nutzung der Hallen übrigens nicht, da dieser aufgrund der angespannten Lage sowieso nicht möglich ist, heißt es von den beiden Schulen.

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