Die politische Landschaft im Landkreis Neustadt/WN hat sich bei der Kreistagswahl 2026 deutlich verschoben. Zwar bleibt die CSU laut vorläufigem Ergebnis mit 38,8 Prozent der Stimmen (1.125.970 Stimmen) die dominierende Kraft, doch dahinter gibt es eine Zäsur: Die AfD konnte ihren Stimmenanteil massiv auf 16,5 Prozent (478.620 Stimmen) steigern und schiebt sich damit auf den zweiten Platz vor. Die SPD muss herbe Verluste hinnehmen und landet mit 14,1 Prozent (409.610 Stimmen) nur noch auf Rang drei, dicht gefolgt von den Freien Wählern, die 12,8 Prozent (371.451 Stimmen) erreichten.
Machtverhältnisse im neuen Kreistag
Im neuen Kreistag, der insgesamt 60 Sitze umfasst, stellt die CSU künftig 23 Kreisräte. Die AfD zieht mit 10 Mandaten in das Gremium ein. Die SPD und die Freien Wähler kommen auf jeweils 8 Sitze. Die Junge Union (JU) Bayern konnte 7,5 Prozent (217.036 Stimmen) auf sich vereinen und besetzt damit 5 Sitze. Die Grünen erreichen 5 Prozent (145.017 Stimmen) und 3 Sitze, die ÖDP kommt mit 3 Prozent (87.084 Stimmen) auf 2 Sitze. Die Linke zieht mit 2,3 Prozent (67.649 Stimmen) und 1 Sitz in den Kreistag ein.
Wahlbeteiligung und Schnellmeldung
Im Landkreis waren 74.710 Menschen wahlberechtigt, 75,0 Prozent (56.028 Wähler) gaben ihre Stimme ab. 2,9 Prozent (1.610 ungültige Stimmzettel) wurden als ungültig gewertet, insgesamt wurden 2.902.437 gültige Stimmen gezählt. Die hohe Anzahl der Stimmen kommt dadurch zustande, dass Wähler mehrere Stimmen vergeben dürfen und diese auf verschiedene Kandidaten der Partei verteilt werden können. Dadurch summieren sich die Einzelstimmen und übersteigen die Zahl der Wahlberechtigten. Die Daten liegen als Schnellmeldung vor, also als erstes, noch nicht amtliches Auszählungsergebnis, das möglicherweise noch korrigiert werden muss.
Bei den Kandidatenstimmen liegt Andreas Meier (CSU) an der Spitze. Er erhielt 52.659 Stimmen und führt auch die Liste der gewählten CSU-Kreisräte an. Weil Meier in der parallel abgehaltenen Landratswahl gewonnen hat, rückt aus der CSU-Liste Maximilian Schwärzer in den Kreistag nach.
Gewählte: CSU, AfD, SPD und Freie Wähler
Für die CSU sind Albert Rupprecht, Stephan Oetzinger, Albert Nickl, Andrea Lang, Edgar Knobloch, Tanja Renner, Sabine Schultes, Marcus Gradl, Armin Bulenda, Carmen Pepiuk, Josef Maier, Thomas Kleber, Uli Münchmeier, Andreas Wutzlhofer, Gerald Morgenstern, Josef Fütterer, Tanja Kippes, Karlheinz Budnik, Nicole Hoch, Dominik Baschnagel, Stephanie Kuchlbauer, Annett Kamm und Maximilian Schwärzer (Nachrücker für Andreas Meier) gewählt.
Für die AfD ziehen Roland Magerl, Alexander Zimmermann, Stefan Löw, Konrad Lingl, Manuela Schmidt, Johann Kick, Lukas Zeiler, Holger Hortig, Oliver Schedl und Tanja Löw in den Kreistag ein. Für die SPD sind Tino Bayer, Karolina Forster, Sebastian Giering, Günter Stich, Peter Lehr, Nicole Bäumler, Robert Lindner und Ernst Schicketanz gewählt. Bei den Freien Wählern sind Hans Bscherer, Rebekka Fischer, Albert Gollwitzer, Manfred Plößner, Martin Gleixner, Elisabeth Gottsche, Thomas Riedl und Helmut Meindl gewählt.
Weitere Gewählte: JU, Grüne, ÖDP und Die Linke
Für die JU sind Severin Hirmer, Christoph Müllhofer, Ernst Lenk, Katharina Diertl und Laura Frenzel gewählt. Für die Grünen ziehen Anne Droste, Harald Neumann und Sonja Reichold in den Kreistag ein. Für die ÖDP sind Barbara Kindl und Stefanie Weig gewählt. Den Sitz für Die Linke gewinnt Simon Escher-Herzog.
Hochburgen in den Gemeinden
In den Gemeinden zeigen sich teils deutliche Unterschiede. Die CSU ist besonders stark in Irchenrieth mit 47,3 Prozent, in Kirchendemenreuth mit 46,7 Prozent und in Luhe-Wildenau mit 46,5 Prozent, während sie in Floß mit 31,9 Prozent am schwächsten abschneidet. Die AfD erzielt ihre höchsten Werte in Georgenberg mit 23,6 Prozent sowie in Bechtsrieth mit 22,9 Prozent und in Mantel mit 22,7 Prozent, ihr niedrigster Wert findet sich in Parkstein mit 11,0 Prozent.
Die SPD erreicht ihre besten Ergebnisse in Flossenbürg mit 28,6 Prozent und in Floß mit 28,0 Prozent, während sie in Schlammersdorf und in Tännesberg jeweils bei 4,7 Prozent liegt. Die Freien Wähler kommen in Kohlberg auf 20,9 Prozent und in Störnstein auf 20,6 Prozent. Die JU ist besonders stark in Pleystein mit 16,0 Prozent, bei den Grünen sticht Parkstein mit 13,8 Prozent hervor.
Wahlbeteiligung: Vorbach vorn, Grafenwöhr hinten
Die Wahlbeteiligung ist in Vorbach mit 86,0 Prozent am höchsten, gefolgt von Speinshart mit 84,1 Prozent und Theisseil mit 84,0 Prozent. Am niedrigsten liegt sie in Grafenwöhr mit 57,6 Prozent, außerdem vergleichsweise niedrig in Irchenrieth mit 62,3 Prozent und Altenstadt/Waldnaab mit 63,2 Prozent.
Kreistagswahl 2026 – Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab
Stimmenanteile (in %) und Sitzverteilung (60 Sitze) – Vorl. Ergebnis
Quelle: Landratsamt Neustadt a.d.Waldnaab
Kreistagswahl 2026
Landkreis Neustadt/Waldnaab
Transparenzhinweis: Die vorliegende Analyse samt grafischer Elemente ist mit Informationen zum vorläufigen Ergebnis der zuständigen Wahlbehörde und mit Unterstützung durch Künstliche Intelligenz erstellt worden. Alle Angaben ohne Gewähr. Quelle: Landratsamt Neustadt/WN.













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