Für den Stadtrat war in seiner jüngsten Sitzung klar, dass diese Stellplätze an der Johann-Dietl-Straße für Friedhofsbesucher und nicht für Dauerparker gedacht sind. Künftig ist dort analog der Vorschrift am Stadtplatz das Parken an Werktagen von Montag bis Freitag tagsüber nur zwei Stunden gestattet.
Eine ähnliche Regelung wünscht sich Bernhard Knauer (CSU) auch vor der Stadthalle. Wer beispielsweise zum Mittagessen komme, finde nur mit viel Glück einen Parkplatz. "Deshalb würde ich die untere Reihe bei den Eingängen zu Halle und Restaurant auf zwei Stunden Parkdauer beschränken." Bürgermeister Rupert Troppmann versprach, die Idee für die 16 Stellplätze prüfen zu lassen. Eine Entscheidung werde dann in einer der nächsten Sitzungen fallen.
Eine weitere Anregung, die allerdings zurückgestellt wurde, kam von Hermann Schmid. Der Freie Wähler wollte einen oder zwei Parkplätze beim Friedhof als Behindertenstellplätze deklarieren. Wer eine entsprechende Kennzeichnung im Fahrzeug liegen habe, dürfe seinen Wagen überall abstellen, meinte Troppmann. "Ich würde das erst beobachten und bei einem konkreten Fall darüber sprechen."
Ende August sollen die Geh- und Radwege an der B15 im Bereich des Aldi-Marktes und bis zum neuen Kreisel bei der DJK, sowie hinunter zur Tirschenreuther Straße fertig sein. Der Stadtrat vergab den Auftrag an die Pfreimder Firma Schulze für 271.202 Euro. Die Gesamtkosten werden einschließlich Ampel und Baunebenkosten über 380.000 Euro. Das sind aufgrund der guten Konjunktur knapp 100.000 Euro mehr als ursprünglich veranschlagt.
Die gleiche Firma wird sich um die Erschließung des Baugebiets "Gramau Ost IV", westlich des Aldi-Geländes kümmern. Sie gewann die Ausschreibung mit einem Angebotspreis von 123.193 Euro.
Weitere Auftragsvergaben gab es für den Sozialen Wohnungsbau am Bergmühlweg 10 und 12. Die Trockenbauarbeiten übernimmt die Firma Kreuzer aus Lanz um 12.436 Euro, den Außenputz fertigt Trinkerl Putz und Stuck aus Weiden um 87.534 Euro, die für den Innenputz 53.199 Euro erhält. Den Estrich verlegt die Firma Weidner Fliess-Estrich um 40.228 Euro und die Firma Görner aus Hermsdorf übernimmt die Natursteinarbeiten um 46.586 Euro. Die Entscheidung über die Fliesen- und Plattenarbeiten wird die Verwaltung treffen, da dafür bisher kein Angebot abgegeben wurde.
Dasselbe Vorgehen beschloss der Stadtrat bei den Klempnerarbeiten für die Sanierung der Kita St. Joseph. Für die Dachdeckerarbeiten auf dieser Baustelle bekommt die Firma Kreuzer aus Lanz 77.082 Euro. (ui)














Parkplätze und Hakeleien
So sicher, wie im Frühling die Natur wieder erwacht, diskutiert der Stadtrat in schöner Regelmäßigkeit über Parkplätze in der Stadt. Schuld an dem Thema in der Maisitzung ist das Landratsamt. Die Behörde scheint so etwas wie der Lieblingsgegner des Rathauses bei diversen Hakeleien zu sein. Diesmal ist nicht die Entscheidung aus irgendeiner Amtsstube des Schlosses oder seiner Anbauten Stein des Anstoßes. Vielmehr geht es um die Gewohnheit der Mitarbeiter, ihre Autos dort abzustellen, wo sie den Tagesablauf der Neustädter stören, wie etwa vor dem Friedhof. Der Stadtrat schiebt dem jetzt einen Riegel vor. Warum die Beschäftigten des Landratsamtes den Wagen nicht so gerne unterhalb der Stadthalle parken, wo dafür Platz wäre, liegt wohl in den Tiefen der menschlichen Seele verborgen – oder in ihrer Bequemlichkeit.
Uwe Ibl