18.11.2018 - 21:03 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

DJK Neustadt auf Augenhöhe mit Chemnitz

Wieder ein Top-Gegner, wieder ein Basketball-Krimi. Auch gegen die Niners Chemnitz 2 schlugen sich die Neustädter Basketballer prächtig. Am Ende war auch das dritte Spiel gegen ein Team aus dem Spitzentrio ein Schmankerl für die Fans, aber keines für das Punktekonto der DJK.

Jonas Meißner (links) war einer der Aktivposten im Neustädter Spiel. Gegen den Favoriten Niners Chemnitz 2 reichte es für die DJK aber nicht zu einem Heimsieg.
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Die DJK war erneut nahe dran an einer Überraschung. "Auch Chemnitz war schlagbar, ähnlich wie Regnitztal und Bayreuth", stellte Headcoach Stefan Merkl fest. Bei der 79:89 (48:48)-Niederlage gegen die Zweitligareserve der Niners fehlte den Neustädtern zum Erfolg aber in der entscheidenden Phase die nötige Ruhe.

Wie so oft in dieser Spielzeit verlief die Begegnung der Neustädter gegen einen Aufstiegsaspiranten auf Augenhöhe. In einem unterhaltsamen Spiel mit vielen spielerischen Finessen und Höhepunkten sorgte die DJK um Captain Tobias Merkl und Jonas Meißner offensiv für konstanten Druck auf den hochfavorisierten Tabellenzweiten. Doch Coach Merkl und sein Team fanden letztlich keine Lösung, Chemnitz Beste, den schnellen Aufbauspieler Bruno Albrecht (30 Punkte, 7 Dreier) und Flügelspieler Leon Hoppe (26/2), effektiv zu verteidigen. "Besonders Albrecht haben wir nie in den Griff bekommen und insgesamt zu viele offene Würfe zugelassen", musste Merkl zugeben. Dies sollte die Partie am Ende entscheiden.

Es war bekannt, dass die Niners zwar über eine bärenstarke erste Fünf verfügen, die Bankspieler aber qualitativ deutlich abfallen. Niners-Coach Mohammed Hajjar wusste aber damit clever umzugehen. Der aus Syrien geflüchtete Nachwuchstrainer, der am Vortag Kanzlerin Angela Merkel getroffen hatte, variierte ständig und ließ seinen Startern viele Ruhepausen. Dabei hatte sich der zweite Führungsspieler der Chemnitzer, Ausnahme-Center Mario Nagler, durch frühe Fouls selbst größtenteils aus der Partie genommen.

"Insgesamt muss die Vorbereitung auf so ein Spiel besser laufen, damit man Chancen hat zu gewinnen", erzählte Merkl, der im Training über die Woche neben den Verletzten Lars Aßheuer und Yannik Stein auf mehrere angeschlagene Spieler verzichten musste. "Wir hatten zwar gute Ansätze, aber konnten die nie konstant zu Ende spielen." Kurzfristig hatte Merkl für das Spiel noch Daniel Wunderlich aus der "Zweiten" reaktiviert, der seine Sache gut machte.

Wie auch seine Mitspieler. Denn Neustadt hielt mit. Bis ins Schlussviertel stand das Spiel auf Messers Schneide. Um den Übergang vom dritten ins vierte Viertel leistete sich Chemnitz dann eine Schwächephase, die die rund 250 DJK-Fans in der Gymnasiumhalle hoffen ließ. Die DJK egalisierte einen 58:65-Rückstand und ging vier Minuten vor Schluss durch einen Dreier von Tobias Merkl mit 76:73 in Führung. Statt aber den Moment für sich zu nutzen und das Spiel zu entscheiden, sorgten ein verunglückter Pass Merkls über die Zone, der bei der gegnerischen Bank landete, und ein überhasteter Dreierversuch Vladimir Krýsls gegen einen Gegenspieler für eine Comeback-Chance der Gäste, die in der Folge in ihrer Bestbesetzung die Partie entschieden.

DJK Neustadt: Merkl (24 Punkte/1 Fouls), Meißner (20/4), Krýsl (13/1), Stych (6/1), Kurth und Wunderlich (je 5/1), Sailer (3/5), Pöss (3/3) und Archer 0/1).

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