31.10.2019 - 15:01 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für fünf Bürger im Landkreis Neustadt

Ehre, wem Ehre gebührt. Zuteil wird sie fünf engagierten Bürgern aus dem Landkreis, die aus Sportverein, Siedlergemeinschaft oder Pfarrgemeinderat nicht mehr wegzudenken sind.

Die von Landrat Andreas Meier (stehend, Erster von rechts) ausgezeichneten Träger des Ehrenzeichens (sitzend, von links): Reinhard Sertl, Klaus Nigg, Christine Sauer, Monika Wittmann und Anton Pöpperl.
von Redaktion ONETZProfil

Die Auszeichnung führe vor Augen, in welcher Bandbreite Städte und Gemeinde auf ehrenamtliche Helfer zurückgreifen und bauen können, meinte Andreas Meier. Für den Landrat war es etwas Besonderes, am Dienstag in der Kapelle des Landratsamts fünf Bürger im Namen des Ministerpräsidenten mit dem Ehrenzeichen für Verdienste im Ehrenamt auszuzeichnen. "Immer mehr traditionell verwurzelte Vereine brechen weg. Das ist gefährlich, denn dabei geht auch ein Stück unserer Kultur und Identität verloren", sagte Meier. Doch an diesem Tage würde mit der Auszeichnung das Gegenteil vorliegen.

Das Ehrenzeichen sei einerseits ein Dankeschön und ein Zeichen der Anerkennung. Andererseits aber auch ein Weckruf: "Denn wenn wir alle wollen, können wir alles schaffen. Deshalb ist jeder aufgerufen, sich zu informieren, wo man sich einbringen kann." Rainer Rewitzer, Bürgermeister Pleysteins, bedankte sich bei den Preisträgern und empfahl ihnen, das Abzeichen sichtbar zu tragen, um so die Mitmenschen zum Ehrenamt zu animieren.

Die Anstecknadel, eine Urkunde, eine CD und eine Blumenstrauß erhielten folgende Bürger:

•Reinhard Sertl: Bei fast allen Vereinsfesten der DJK Neuhaus hilft Sertl gerne, sei es am Grill oder beim Ausschank. Außerdem ist er seit dem Jahr 2000 Pressewart des Vereins und trainiert einmal wöchentlich die Herrengymnastikgruppe. Neben seiner aktiven Mitgliedschaft bei der DJK, wo er unter anderem als Geschäftsführer fungierte, ist Sertl seit 37 Jahren ehrenamtlicher Versicherungsberater der Deutschen Rentenversicherung und berät und informiert über das Thema Rente.

•Klaus Nigg: Seit fast 50 Jahren gehört er dem TV Vohenstrauß an, bei dem er in mehreren Funktionen engagiert tätig war. An die Zeit als Schriftführer reihte sich die 14-jährige Leitung der Volleyballabteilung des TV. Unvergessen ist der Aufstieg der Volleyballer in die 2. Bundesliga während dieser Zeit. Außerdem trainierte Nigg sechs Jahre lang die Volleyballjugend Oberpfalz. Seit 2001 ist er der Vorsitzende TV Vohenstrauß und machte ihn mit großem Einsatz zu einem modernen Verein. Es sei Niggs Verdienst, dass der damals verschuldete Verein Verein wieder schwarze Zahlen schreibt.

•Christine Sauer: Neben der DJK Neuhaus und der Siedlergemeinschaft Neuhaus zählt auch der Pfarrgemeinderat der Pfarrei Hl. Geist zu den Organisationen, in denen sich Sauer seit mehreren Jahren einbringt. Seit 1967 ist sie Mitglied der DJK und bekleidete in dieser Zeit die Funktion der Geschäftsführerin. Seit 25 Jahren ist sie Übungsleiterin der Damengymnastik. Sauer wäscht zudem die Trikots der Fußballer und hält das Sportheim sauber. Außerdem ist sie eine der Hauptorganisatorinnen der jährlichen Siedlerfeste und Schriftführerin der Gemeinschaft. Sauer war dazu als Pfarrgemeinderätin und Vorsitzende des Pfarrgemeinderats in Neuhaus tätig.

•Monika Wittmann: Die Tätigkeit als Mesnerin in der Dorfkapelle in Waidhaus ist nur eine der Aufgaben, die sie seit mehreren Jahren mit großem Einsatz wahrnimmt. Bei der KAB Hagendorf ist sie seit 40 Jahren erste Kassiererin des Vereins. Darüber hinaus übernimmt sie seit 1990 Sammlungen für die Caritas und den Vdk-Ortsverband in Hagendorf. Außerdem putzte und reinigte sie 25 Jahre lang das alte Schulhaus, das Feuerwehrhaus und das Veranstaltungsgebäude des Dorfes. Die Frau, "die nicht in erster Reihe stehen möchte", ist ferner aus dem Raupen- und Baggerverein Waidhaus nicht mehr wegzudenken.

•Anton Pöpperl: Genau und gewissenhaft verrichtete er 22 Jahre lang die Aufgabe des Schriftführers bei der Siedlergemeinschaft. Dort ist er schon seit 43 Jahren aktives Mitglied und organisierte verschiedene Festivitäten. Zudem unterstützt Pöpperl die Freiwillige Feuerwehr Vöslesrieth und schnitzte eine Statue für das Feuerwehrheim. Der leidenschaftliche Schnitzer stellte unter anderem Weihnachtskrippen und Skulpturen für Kirchen sowie Hinweistafeln in der Gemeinde und an Wanderwegen zur Verfügung. Das Gründungsmitglied des OWV Pleystein ist außerdem seit über 50 Jahren aktives Mitglied des TSV Pleystein, bei dem er in der heimischen Fußballmannschaft lange Zeit eine großartige Stütze war.

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