26.06.2020 - 13:50 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Einwohnerzahl im Landkreis Neustadt/WN bleibt stabil

Im zweiten Halbjahr 2019 verlor der Landkreis Neustadt/WN nur neun Einwohner. Das ergibt sich aus den Zahlen des Landesamtes für Statistik. Größere Veränderungen gab es in den einzelnen Städten und Gemeinden. Es gibt ein neues Schlusslicht.

Die Stadt Eschenbach hatte im zweiten Halbjahr 2019 den größten Einwohnerzuwachs zu verzeichnen.
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Die Zahlen für den Landkreis Neustadt/WN (Stand: 31. Dezember 2019) zeigen insgesamt nur ein ganz leichtes Minus. Der Landkreis verliert nur neun Einwohner im Vergleich zu den Zahlen vom 30. Juni 2019. Demzufolge leben derzeit 94 450 Menschen zwischen Kirchenthumbach und Eslarn.

21 Städte und Gemeinden freuen sich über einen Zuwachs, während 17 an Einwohnern verloren. Zu den großen Gewinnern zählt erneut die Stadt Eschenbach, die 76 neue Bürger im zweiten Halbjahr 2019 begrüßen durfte. „Grund dafür dürften die neuen Wohneinheiten und Bestandsbauplätze sein. Außerdem melden sich vom Netzaberg (US-Army-Siedlung, Anm. d. Red.) immer wieder mal deutsche Frauen an, die mit US-Soldaten dorthin ziehen“, erklärt Bürgermeister Marcus Gradl. Für die Zukunft sieht er die Rußweiherstadt gut aufgestellt: „Wir haben ein neues Baugebiet, es sollen neue Wohneinheiten entstehen und generell streben wir weiteres Wachstum der Stadt Eschenbach an. Es wäre schön, wenn wir vielleicht die Marke von 4300 Einwohnern erreichen.“

Püchersreuth legt zu

Beachtlich ist auch die Entwicklung der Gemeinde Püchersreuth, die um 31 Einwohner zulegte und nun Heimat für 1640 Menschen ist. Bürgermeister Rudolf Schopper freut sich über die positive Tendenz: „Das ist toll für uns. Wir haben in den letzten vier Jahren eine aktive Siedlungspolitik betrieben und die vorhandenen Bauplätze ausverkauft.“ Auch in Kinderkrippen und Kindergärten wurde investiert. Zudem weise die Gemeinde eine relativ gute Geburtenrate auf, berichtet der Bürgermeister. „Die guten Dorfgemeinschaften, die schöne Landschaft, die Nähe zur Autobahn und zur Kreisstadt Neustadt machen uns schon attraktiv. Wir werden so weitermachen und haben zwei weitere Baugebiete in Planung. Aber wir müssen uns natürlich mit unseren Kinderbetreuungseinrichtungen abstimmen, um sie nicht zu überfordern. Wir wollen mit Maß und Ziel weiter wachsen“, erklärt Schopper.

Juni 2019: Landkreis Neustadt/WN verliert weiter Einwohner

Neustadt an der Waldnaab

Die meisten Einwohner verlor im zweiten Halbjahr 2019 die Stadt Pressath. Ein Minus von 43 steht für die Haidenaabstadt in der Statistik. Eschenbach rückt durch den starken Zuwachs im internen Vergleich im Städtedreieck immer näher. Die Truppenübungsplatzstadt Grafenwöhr bleibt mit nun 6383 Einwohner klar die größte Stadt im westlichen und zweitgrößte im gesamten Landkreis.

Der Markt Luhe-Wildenau musste ebenfalls ein etwas größeres Minus hinnehmen und verlor 30 Bürger. Bürgermeister Sebastian Hartl ist aber optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass wir bald wieder Zuwachs haben. Wir haben zwei Baugebiete, die unsere Einwohnerzahl wieder steigen lassen werden. Den Rückgang kann man nicht konkret an etwas festmachen.“

Schlammersdorf nicht mehr Letzter

Die größte Stadt bleibt weiterhin Vohenstrauß (7407), auch wenn sie ein Minus von 22 hinnehmen muss. In der Kreisstadt Neustadt/WN gab es ein Minus von 20 Einwohnern zu verzeichnen. Sie steht nun bei 5685 Einwohnern. Auch am anderen Ende der Statistik hat sich etwas getan. Neues Schlusslicht ist Kirchendemenreuth (858) wegen eines Minus von sechs Einwohnern. Die Gemeinde Schlammersdorf legte um drei Personen zu und beherbergt nun 862 Einwohner. Unter die Marke von 1000 rutschte nun auch Vorbach, das nun nur noch 998 Menschen ihren Wohnort nennen.

Die Einwohnerzahl vom 31. Dezember 2019 ist maßgeblich für die Durchführung des Finanzausgleiches zwischen Staat, Gemeinden und Gemeindeverbänden sowie für die Berechnung der Schlüsselzuweisungen, der Investitionspauschalen, der Krankenhausumlage und für die Ermittlung von Durchschnittszahlen je Einwohner für das Haushaltsjahr 2021.

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