Bis 27. Januar findet im Foyer des Neustädter Rathauses die Karabu-Fotoausstellung statt. Es ist ein gemeinsames Projekt mit dem Naturfreunde Weiden e.V. und der Gruppe „Autobiografisches Schreiben“ des Maria-Seltmann-Hauses Weiden, das emotionale Momente aus dem Leben von Menschen mit Migrationshintergrund abbildet, die Hintergründe der Auswanderung beleuchtet und Integration in Bildern zeigt. Das teilt Karabu mit.
„Mit unserem Projekt wollen wir der Diskriminierung und dem Rassismus entgegentreten, sensibilisieren und Berührungsängste nehmen im Umgang mit Menschen anderer Herkunft“, so Paul Zitzmann, Projektkoordinator der Karabu-Fotoausstellung.
Die Ausstellung zeigt einprägsame und emotionale Momente aus dem Zusammenleben zwischen ortsansässigen und zugewanderten Menschen, die mit Fotos der Fotogruppe und Texten in Form von autobiografischen Briefen dokumentiert werden.
„Eine zugewanderte Frau möchte in ein Zugabteil, in dem bereits ein Mann und eine Dame sitzen“, beschrieb Zitzmann eine Szene der Ausstellung, „der Mann hält ihr jedoch die Türe zu. Die andere Dame bekommt die Situation mit und berichtet davon in einem Brief“.
„Rassismus und Antisemitismus ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung“, betonte Neustadts Bürgermeister Sebastian Dippold, „es braucht hier immer wieder Sensibilisierung“.
Die Fotoausstellung zeige auch Aktivitäten und Ausflüge von Karabu, so Zitzmann, „wir knüpfen immer wieder soziale Kontakte durch gemeinsame Aktivitäten, beispielsweise wandern oder grillen wir gemeinsam, auch die Burg Leuchtenberg oder die Synagoge in Floß haben wir schon besucht“.
Seit 2020 gibt es die Karabu-Fotogruppe, die aus zwölf Jugendlichen und Erwachsenen unter andrem aus Weiden, dem Landkreis Neustadt/WN, Syrien, Usbekistan oder der Ukraine besteht.
Geplant sei, „die Fotoausstellung weiterzuentwickeln und noch mehr Facetten aufzuzeigen aus dem Leben der zugewanderten Menschen“, so Zitzmann über die Pläne von Karabu.
KARABU ist ein Projekt, das von „Arbeit und Leben in Bayern“ getragen und vom Bundesministerium des Inneren und für Heimat gefördert wird. Auch die Stadt Weiden sowie der Landkreis Neustadt/WN unterstützen das Projekt finanziell.
Wer Interesse an der Fotografie hat, kann sich gerne bei KARABU melden und Teil der Fotogruppe werden.
Das Projekt Karabu
- ... steht für „Kein Antisemitismus und Rassismus bei uns“.
- ... ist ein Projekt, das von „Arbeit und Leben in Bayern“ getragen und vom Bundesministerium des Inneren und für Heimat gefördert wird
- ... wird auch die Stadt Weiden sowie dem Landkreis Neustadt/WN finanziell unterstützt













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.