Die Kommunalwahl am 8. März rückt näher, der Wahlkampf ist noch nicht so recht ins Rollen gekommen. Doch noch im Januar kommt es in Neustadt/WN zum kommunalpolitischen Gipfel: Wie schon vor sechs Jahren organisiert die Kolpingsfamilie Neustadt/WN mit Vorsitzendem Manuel Färber eine Podiumsdiskussion im Pfarrheim St. Georg. Beginn ist um 19 Uhr. Als Moderator konnte Färber wieder den ehemaligen Redakteur von Oberpfalz-Medien, Martin Staffe, gewinnen.
Spannung ist vorprogrammiert. Erstmals in der Geschichte der Kreisstadt wollen vier Kandidaten auf den Chefsessel im Rathaus, und zum ersten Mal ist eine Frau darunter. Die SPD setzt wieder auf Amtsinhaber Sebastian Giering. Die CSU schickt bereits Ende Juni zweite Bürgermeisterin Tanja Kippes ins Rennen. Die Freien Wähler waren anschließend Anfang Juli die zweite Gruppe. Sie hoben Bernhard Thöresz als ihren Bewerber aufs Schild.
Und schließlich will es auch die neue „Wählergruppe Bürgerdialog Neustadt an der Waldnaab“ wissen. Für sie steht Vorsitzender Stefan Hausdorf ganz oben auf dem Stimmzettel. Weil diese bisher noch nicht im Stadtrat vertreten ist, benötigten sie 120 Unterstützer, die dies mit ihrer Unterschrift im Rathaus bekundeten. „Diese Hürde ist geschafft“, bestätigte geschäftsleitender Beamter Peter Forster am Donnerstag.
Alle vier Kontrahenten werden sich den Fragen der Bürger stellen und klar machen wollen, warum sie der richtige Mann beziehungsweise die richtige Frau an der Spitze der Stadt sind. Die Bürger werden die Möglichkeit nutzen, ihnen auf den Zahn zu fühlen.
Themen gibt es genügend. Einige Beispiele: neuer Flächennutzungsplan, kommunaler Wärmeplan mit maßgeschneiderten Wärmeversorgungskonzepten, marodes Kanalsystem. Wie geht es weiter mit der Freizeitanlage? Abbruch Trommer-Anwesen am Stadtplatz, wie hoch wird der moderne Neubau direkt gegenüber dem Lobkowitzerschloss? Bau von 30 Eigentumswohnungen an der Tirschenreuther und Lobkowitzstraße. Wie erfolgt die Erschließung? Erweiterung Feuerwehrhaus und Umzug Bauhof, Kauf des Tritschler-Geländes, auf dem eine Landesgartenschau zigtausende Touristen nach Neustadt locken soll.
In diesem Jahr soll auch der Stadtplatz saniert, zudem der Mühlbergtunnel länger gesperrt werden. Und auch die Sanierung der Georgstraße, Hauptzufahrt zum Kulturhügel auf dem Felixberg, ist vorgesehen. Die Koordinierung der Baustellen wird dem Rathaus einiges abverlangen.
Apropos Felixberg: Sehr ruhig geworden ist es um die Investoren aus Eschenbach, die das ehemalige Kreiskrankenhaus erworben haben und 50 Wohnungen mit Tiefgarage bauen wollen. Die Stadt ist bei dem nicht unumstrittenen Vorhaben in Vorleistung gegangen. Spannung ist angesagt.














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