15.03.2019 - 11:35 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Festkonzert mit musikalischem Allerlei

Der Zitherclub Neustadt lädt für 31. März, 16 Uhr, zum Festkonzert anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Orchesters.

Der Zitherclub Neustadt feiert Jubiläum.
von Hans PremProfil

Herbert Tischler war es, der am 20. Juni 1979 den Zitherclub Neustadt aus der Taufe hob und das Orchester auch 20 Jahre lang musikalisch leitete. „Seine Wurzeln gehen jedoch viel weiter zurück“, weiß Regina Schmid, die Verein und Orchester seit 2005 leitet. So gab es um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert in der Kreisstadt zwei Zithervereine: Den „Zitherclub Edelweiß“ und den Zitherclub „Almrösel“. „Von letzterem ist noch bekannt, dass er 1910 gegründet wurde und sein Inventar und Notenmaterial von den Amerikanern 1945 verbrannt wurde“. Die Spieler beider Orchester waren überwiegend „Gloserer“, die in den örtlichen Glasfabriken ihr Brot verdienten.

Aktuell musizieren elf Musiker mit Zither, Hackbrett, Gitarre, Bass und Harfe in dem Orchester. Seit vielen Wochen proben sie für das Festkonzert zum 40-jährigen Jubiläum. Die musikalische Leiterin Regina Schmid hat nicht nur ein abwechslungsreiches „Musikalisches Allerlei“ zusammengestellt, sondern auch musikalische Gäste in die Stadthalle eingeladen.

Mit dabei sind die Neustädter "Glasfanfarenbläser". Die Herstellung der Glasfanfaren geht auf eine uralte Tradition in der Glashütte zurück. Misslangen Glasprodukte bei ihrer Herstellung, kamen die meist sehr musikalischen „Gloserer“ auf die Idee, daraus eine Glasfanfare zu blasen. Da auf der Fanfare nur ein Ton geblasen werden konnte, wurden mehrere Fanfaren in verschiedenen Tonhöhen hergestellt.

Eingeladen ist auch der „Kinder- und Jugendchor Regenbogen“. Unter der Leitung von Waltraud Näger und Elisabeth König erfreuen die Kinder um Grundschulalter, unterstützt von Jugendlichen und ehemaligen Mitgliedern, mit ihrem erfrischenden Gesang. Sie widmen dem Zitherclub unter anderem ein Geburtstagslied. Hinter der Gruppe „Blecherne Sait’n“ verbirgt sich seit über 20 Jahren die wohl ungewöhnlichste Kombination von Instrumenten in der Volksmusik-Szene. Franz Gericke entlockt seiner mächtigen Tuba butterweiche Klänge, drängt die Zither, gespielt von Ingrid Gericke, und die Gitarre von Sepp Donhauser nie in den Hintergrund. Eine Spezialität der drei Musiker sind selbst gestrickte Couplets, die in hintersinniger und lustiger Weise das Oberpfälzer Leben aufs Korn nehmen.

Der Name von „Peerie Folk Session“ geht auf das shetländische Wort „peerie“, was „klein“ bedeutet, zurück. Die Kleine Volksmusik musiziert seit 17 Jahren zusammen. Die Vielfalt ihrer Instrumente Fiddel, Banjo, Mandoline, Ukulele, Akkordeon, Kontrabass und Flöte ermöglichen Stefan Weiß reizvolle Arrangement-Ideen. Gespielt wird überwiegend Folkmusik aus Irland, Schopttland, Skandinavien, den USA und aus aller Welt, aber auch aus der Oberpfalz.

Durch das Programm führt Karin Rückerl. Konzertbeginn in der Stadthalle ist am 31. März um 16 Uhr, Einlass um 15.15 Uhr. Karten gibt es nur an der Konzertkasse.

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