Nach einem Arbeitsunfall an einer sogenannten Gesenkbiegepresse, bei dem ein Leiharbeiter im Landkreis Neustadt/WN ein Fingerglied verloren hatte, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Wie die Regierung der Oberpfalz am Mittwoch mitteilt, zeigte eine Unfalluntersuchung von Gewerbeaufsicht und Berufsgenossenschaft, dass der Arbeiter vom Arbeitgeber an der Presse beschäftigt wurde, obwohl wohl schon länger Sicherheitsmängel an der Steuerung der Maschine bekannt gewesen seien.
Weil eine sichere Bedienung der Maschine deshalb nicht mehr habe gewährleistet werden können, sei der Arbeiter gezwungen gewesen, mit den Fingern nah an die Gefahrenstelle heranzugehen: Dabei trennte die Maschine ihm das dritte Glied des Mittelfingers ab. Wie die Regierung der Oberpfalz informiert, sei die Anlage sofort kostenpflichtig stillgelegt worden – und die Ermittlungen des Verdachts auf einen vorsätzlichen Verstoß gegen Arbeitsschutzvorschriften bei dem Metallbearbeitungsbetrieb an die Staatsanwaltschaft übergeben.













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