Die wichtigsten Fragen sind noch ungeklärt: Was kostet das? Wann geht es los? Doch wenn die Stadt jetzt keine Vorschläge macht, kann sie dabei auch schlecht mitreden. Laut Bürgermeister Rupert Troppmann soll das Sanierungskonzept des Landratsamtes Ende 2018, Anfang 2019 vorliegen. In dieses Grundmuster könnten dann die Neustädter Wünsche eingewebt werden.
Stadtplaner Peter Kuchenreuther aus Marktredwitz schwebt dabei eine "enge Verzahnung von Stadt und Landschaft" vor. Dabei müssten nicht zwangsläufig alle maroden Tritschler-Gebäude dem Erdboden gleichgemacht werden. Kuchenreuther könnte sich vorstellen, den hohen Kamin und die alte Ofenhalle stehen zu lassen ‒ die Esse als Ausrufezeichen, das an 100-jährige Glasmachertradition erinnert, die Ofenhalle als Kultur- oder Ausstellungsraum. Peter Reiser (Freie Wähler) ist skeptisch: "Rentiert sich dafür die Sanierung? Das ist doch teuer?" Martin Filchner (SPD) interessiert sich dafür, wie dafür die Zufahrt gelöst wird. "So weit sind wir noch nicht", erklärt Kuchenreuther.
Doch das Konzept erstreckt sich nicht nur auf das frühere Fabrikgelände. "Wir könnten einen Erholungsraum als Pendant zu dem an der Waldnaab schaffen", sagte Troppmann. Ein Punkt ist dabei die Verkehrssicherheit, vor allem für Schulkinder. Daher sei ein Fußweg durch die Floßaue ergänzend zum Bocklweg denkbar. Zusätzliche Parkplätze für Autos, Busse und eventuell Wohnmobile könnten am Eingang des Osram-Geländes entstehen.
Kuchenreuther plant überdies in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt, das sich parallel um den Hochwasserschutz kümmert. Dabei geht es auch um weitere Überschwemmungsflächen und mehr Mäanderraum für die Floß.
Josef Arnold (CSU) liebäugelt zusätzlich mit einem kleinen naturnahen Badesee. Rainer Hetz (SPD) fragte, ob ein Betreutes Wohnen im Sanierungsgebiet denkbar sei. Laut Kuchenreuther käme dafür nur der Bereich bei den Parkplätzen infrage, alles andere sei wegen der Tal-Situation und der schlechten Sonneneinstrahlung schwierig. "Da haben wir bessere Plätze", ist auch Troppmann überzeugt. Noch haben die Stadträte Zeit, Ideen zu kreieren. "Im nächsten Jahr wird noch nichts passieren", prophezeit der Rathauschef.













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