18.02.2020 - 17:27 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

"Frau Storch" in Neustadt/WN eingetroffen

Verkehrte Welt am Neustädter Storchenhorst. Nicht der treue "Ferdinand" bezieht am Dienstag um 11.35 Uhr das Nest, sondern dessen bisherige Partnerin.

Frau Storch allein im Nest über dem Neustädter Landratsamt.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Vier Stunden lang glaubt Storchenbeauftragter Gerold Haas, dass "Herr Ferdinand" den Neustädter Horst auf dem Landratsamt wieder besetzt habe. Am Dienstag, um 11.35 Uhr, sichtet er den Storch. Und der Storchenvater ist sich sicher, dass der treue "Ferdinand" wieder sein Heim bezogen hätte. "Das ist Ferdinand. Das spürt man."

Dann allerdings bemerkt Haas die weiße Markierung am rechten Fuß von "Meister Adebar" und erkennt seinen Irrtum. Es ist nicht "Ferdinand", den er schon seit Tagen erwartet, sondern "Frau Storch". Bereits seit mindestens fünf Jahren, so lange wirkt Haas bereits als Storchenvater, war "Ferdinand" mit seiner Partnerin dem Standort in Neustadt treu.

"Unser Ferdinand ist tot oder er hat sich im besten Fall neu verliebt und bei einer anderen angebandelt", mutmaßt Haas. Gewöhnlich nämlich sind die männlichen Störche acht bis 14 Tage vor den Damen vor Ort, um das Nest für das Paar vorzubereiten. Bleibe "Ferdinand" verschwunden wäre für die verwitwete Störchin ein Bräutigam recht, meint Haas. Er rechnet damit, dass schon in den nächsten Tagen weitere Störche in Neustadt auftauchten, um die Lage zu peilen und "zu attackieren". Schon vor etwa vier Wochen sichtete er einen fremden Storch in der Kreisstadt, der aber dann wieder abgezogen sei.

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