30.09.2018 - 12:10 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Großes Miau für "Singing Witt"

Das ist ein Auftritt, über den wohl in Neustadt noch lange gesprochen wird. "Singing Witt" gastiert auf Einladung des Lionsclubs Lobkowitz in der Stadthalle und sorgt mit einem außergewöhnlichen Programm sogar für Katzenjammer.

„Lass' mich doch deine Wäsche waschen“ , singen die Männer und plötzlich fliegt Unterwäsche.
von KRBProfil

"Witt geht in Richtung Pop", war das Motto des Abends zur 800-Jahr-Feier der Stadt, das die Chefin des Ensembles, Stefanie Zühlke-Schmidt, zusammengestellt hatte. Der Präsident des Lionsclubs, Christian Kick, freute sich über den ausverkauften Saal mit Gästen des Partnerclubs Johannes Kepler aus Linz, und betonte, dass der Erlös für "St. Felix - Hospiz an der Waldnaab" zur Verfügung gestellt werde.

Waltraud Koller-Girke stellte die Einrichtung kurz vor. Und dann brannte der Chor ein Feuerwehr der guten Laune ab. Leiterin Zühlke-Schmid betonte humorig, dass alle Chormitglieder bei Witt Weiden arbeiteten. "Wir kaufen keinen dazu, und die Qualität unserer Ware ist auf dem gleichen Niveau wie die Chormitglieder." Dann ging es Schlag auf Schlag mit "Super Trouper", "Only You" oder "Always look on the bright side of life". Eine Überraschung hatten Sandra Hofmeister und Zühlke-Schmid einstudiert: Duetto buffo di due gatti - humoristisches Duett für zwei Katzen - ein beliebtes Musikstück für zwei Soprane, wobei Textpassage von Arien mit "Miau, Miau, Miau " ersetzt werden. Am Ende war es das Erfolgslied des Abends.

Die Damen des gemischten Ensembles nahmen sich beim Lied "In jeder Frau steckt ein Stückchen Hefe" selbst auf die Schippe, und die Männer kosteten bei "Lass mich dein Badewasser schlürfen" den Text so richtig aus. Da flogen dann auch bei der Zeile "Lass' mich doch deine Wäsche waschen" Slips und BHs über die Bühne. Spätestens jetzt wusste jeder, dass auch die Chefeinkäuferin für Unterwäsche mitsingt.

Interessant wurde es bei "Gamelan", einem indonesischen Glockenspiel, mit dem Text Ding-Dong. "Hoffen wir mal, dass wir gemeinsam ankommen", scherzte die Chorleiterin vor Beginn dieses Lieds, denn Teile des Ensembles sangen unterschiedliche Stimmen, ähnlich einem Kanon, und am Ende klappte es tatsächlich.

"Amoi seg ma uns wieder", ein Stück von Andreas Gabalier, folgte ebenso wie "One moment in time". Auch die schwierige Interpretation von "Bohemian Rhapsody" für einen Chor begeisterte die Zuhörer. Am Ende des wunderschönen, abwechslungsreichen Abends durfte dann auch noch das Publikum ran. Der Text von "Kein schöner Land" war auf den Programmblättern abgedruckt, damit das Lied auch klappte. Mit stehenden Ovationen forderten die Zuhörer Zugaben vom Chor und durfte sich etwas wünschen. Beinahe wie aus einer Kehle riefen sie "Miau", und forderten damit eine Wiederholung des Katzenduetts. Dazu noch die beiden Lieder des Frauen- und Männerchores.

Neben der beeindruckenden Leistung der Chorleiterin muss man einem Mann besonderes Lob zollen: Peter Kosmus am Piano. Er begleitete die Stücke perfekt.

"Singing Witt" singt in schwarz-rot und beschert dem Publikum goldene Zeiten. Das Programm ist abwechslungsreich.
"Singing Witt" singt in schwarz-rot und beschert dem Publikum goldene Zeiten. Das Programm ist abwechslungsreich.
"Singing Witt" singt in schwarz-rot und beschert dem Publikum goldene Zeiten. Das Programm ist abwechslungsreich.
Das Publikum in der Stadthalle applaudiert begeistert.
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