(prh) Die Neustädter müssen wirklich einen guten Draht nach oben haben, so wie es Bürgermeister Rupert Troppmann kürzlich im Interview auf den Punkt gebracht hatte: Während am Donnerstagabend halb Deutschland in Unwettern versank, herrschte in der Freizeitanlage bestes Serenadenwetter. Vielleicht lag es aber auch ein klein wenig an "Rock Connection", die Treuen, die seit Jahren zum Programm gehören und einfach bestes Wetter verdient haben.
Doch nicht nur die lange Reihe der Auftritte lockte an diesem Sommerabend gut 500 Zuhörer in die Gramau, sondern natürlich auch deren Musik, die unter dem Motto "Let the good times roll" steht. Ja, die guten Zeiten erlebt man bei guter Live-Musik. Reinhold "Boggie" Wildenauer (Drums), Horst Petzold (Keyboard, Gesang), Alex Bagada (Saxofon), Uli Schmutzer (Bass, Gesang) und Frontfrau Angie Daniel brannten dann auch ein Feuerwerk rockiger Klassiker und unsterblichen Blues' ab. Der Abend begann allerdings etwas anders, nämlich mit einem Geburtstagsständchen der Band: "Happy Birthday dem schönen Neustadt" zum 800-Jährigen.
Doch zunächst wollte der Funke bei "Stupid Cupid", "Buona Sera" der "Superstition" nicht so recht überspringen. Wie üblich bei "Rock Connection" wurde zwar von Beginn an vor der Bühne getanzt, doch Sängerin Angie und Saxofonist Alex haben große Mühe, die Zuhörer zum Mitklatschen und Mitsingen zu bewegen. Zu zaghaft kam die Resonanz aus dem Publikum.
Das wurde aber mit zunehmender Dauer immer besser. Die "Mighty Queen" jagte Elvis Presleys "Devil in Disguise" und der "Hound dog" lag an der "Route 66" begraben. Beim Peter-Kraus-Medley war es dann vollends ums Publikum geschehen. Die Band spielte die Evergreens nicht nur, sondern drückte ihnen ihren eigenen musikalischen Stempel auf. Besondere Aufmerksamkeit bekommt das Stück "Rock Connection", das aus der Feder von Sängerin Angie Daniel stammt. Der Text ist in Deutsch und beschreibt, wenn was mal nicht so richtig klappt, gib dich dem Rock'n Roll, der "Rock Connection" hin. Auch wenn zwischendurch aufkommender Wind und dunkle Gewitterwolken am Himmel zur einen oder anderen kleinen Panikattacke geführt haben mochte: Das Wetter hielt und es wurde ein wunderschöner Abend, den das Publikum entspannt im Biergarten, vor der Bühne oder einfach im Gras sitzend genoss. Die Band überzeugte, Petzold übernahm die Gesangsparts bei den Presley-Nummern. Ansonsten gab die charismatische, tolle Stimme der Frontfrau den Ton an.
Mit zwei Zugaben endete ein wunderschöner Rock-Abend. Nach dem wiederholten eigenen Titel "Rock Connection" sorgte das gefühlvolle "Will still love you tomorrow" von Carol King für Gänsehaut und die Rückführung auf Normal-Level.















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