Der Kreisausschuss stieg am Donnerstag in die Haushaltsberatungen ein. Das Zahlenpaket, das Kämmerer Alfons Bauer vorlegte, übersteigt zum dritten Mal in Folge die 100-Millionen-Euro-Marke. Es ist keine Kreditaufnahme vorgesehen, ebenso kein Griff in die Rücklagen.
Die Verwaltung bietet eine Senkung der Kreisumlage um 1,5 auf 40 Prozentpunkte an. Wegen der stark verbesserten Umlagekraftzahlen müssen die 38 Städte und Gemeinden trotzdem mehr an den Landkreis überweisen: 44,4 Millionen Euro, das sind 2,3 Millionen Euro mehr als 2018. Ein Punkt Kreisumlage entspricht 1,1 Millionen Euro.
Noch fehlen die Schlüsselzuweisungen des Freistaats. Die Veröffentlichung ist Mitte Februar geplant. Der Kreis rechnet mit 18,3 Millionen Euro, das wäre eine Mehrung um 578 000 Euro. Die Personalkosten steigen um 1,6 Millionen auf 18,5 Millionen Euro. Das sind fast 10 Prozent. Neben tarif- und besoldungsrechtlichen Änderungen schlagen auch Neueinstellungen zu Buche.
Für den Bauunterhalt der Landkreis-Gebäude sind 1,25 Millionen Euro vorgesehen (Vorjahr 1,38 Millionen Euro), für die Kreisstraßen 2,24 Millionen Euro. Die Ausgaben für Hartz vier sind wieder mit 5,49 Millionen Euro eingeplant, für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung mit 2,7 Millionen Euro. Zum zweiten Mal hintereinander sinken die Ausgaben für Asylangelegenheiten, um 1,7 auf nur noch 1,8 Millionen Euro, auch weil die Mieten für die dezentralen Unterkünfte weniger kosten.
Der größte Brocken ist die Jugendhilfe, obwohl es auch hier eine Minderung um 778 800 Euro gibt. Grund: Es kommen nicht mehr so viele unbegleitete minderjährige Ausländer. Im Entwurf stehen 10,3 Millionen Euro (Vorjahr 11 Millionen Euro). Den Fehlbetrag von 7,7 Millionen Euro, nahezu wie im Vorjahr, muss der Landkreis zahlen. Die freiwilligen Leistungen sind mit 764 950 Euro veranschlagt, der ÖPNV mit 376 664 Euro (Vorjahr 258 055 Euro), die Öffentlichkeitsarbeit mit 887 000 (Vorjahr 506 400 Euro).
Weitere Posten: Krankenhausumlage: 2,3 Millionen Euro, Bezirksumlage 20,2 Millionen Euro, Rettungs-Zweckverband: 633 500 Euro, Müll-Zweckverband Schwandorf: 1,8 Millionen Euro, Tierkörperbeseitigung Nordbayern 70 000 Euro.
Der von Kreiskämmerer Alfons Bauer vorgestellte Haushaltsentwurf übersteigt erneut die 105-Millionen-Euro-Marke. Der Verwaltungsetat sieht Einnahmen von 93,12 Millionen Euro und Ausgaben von 87,99 Millionen Euro vor. Somit können 5,13 Millionen Euro dem Vermögensetat zugeführt werden. Dieser schließt im Moment noch mit 7,37 Millionen Euro in den Einnahmen und mit 12,14 Millionen Euro in den Ausgaben ab. Der Überschuss beträgt 361 490 Euro.












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