Neustadt an der Waldnaab
07.11.2018 - 17:51 Uhr

Küche putzen: Anleitung von Michaela Götz zum "Tag der Putzfrau"

Küche putzen leicht gemacht: Michaela Götz aus Neustadt weiß, wie's geht. Sie gibt zum "Welttag der Putzfrau" in einer kurzen Anleitung Tipps zu Reinigungsmitteln, zum Reinigen von Backöfen, Kochfeldern, Edelstahl und Dunstabzugshauben.

Arbeitsplatte, Hochglanz-Fronten, Edelstahl, Holz und Kochfelder: beim Putzen der Oberflächen in Küchen gibt es einiges zu beachten. Bild: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Arbeitsplatte, Hochglanz-Fronten, Edelstahl, Holz und Kochfelder: beim Putzen der Oberflächen in Küchen gibt es einiges zu beachten.

Auflauf mit Kürbis, saftige Braten, wärmende Suppen, Plätzchen: Im Herbst kehrt das Kochen vom Grill zurück in die Küchen. Das hinterlässt Spuren, die es zu beseitigen gilt. Zum "Tag der Putzfrau" am Donnerstag gibt Michaela Götz aus Neustadt Tipps, wie man die Küche putzt und sauber hält. Die 46-Jährige arbeitet bei Witron und ist nebenberuflich seit elf Jahren Beraterin für eine Firma, die nachhaltige Reinigungsprodukte vertreibt. Im Auftrag dieser Firma ist sie in Privathaushalten und Küchenstudios unterwegs.

  • Küchenfronten reinigen: "Die richtige Reinigung kommt auf das Material an. Bei Hochglanz-Fronten muss man aufpassen, dass Tücher aus Baumwolle oder Mikrofaser die Front nicht verkratzen. Für das Putzen von Hochglanz-Küchen gibt es daher Spezialtücher. Holz kann man feucht reinigen, sollte man aber gut trocknen und mit einem Pflegemittel versiegeln. Generell sind die Fronten gut zu trocknen, um Wasserflecken zu verhindern."
  • Fett lösen: "Egal, ob es sich zum Beispiel um die Arbeitsplatte, eine Edelstahl-Fläche, die Schränke von oben oder die Dunstabzugshaube handelt: Dafür eignet sich ein Fettlöser. Tipp: Bei einer schrägen Dunstabzugshaube hilft ein Papiertuch, das mit Fettlöser angesprüht wird. Man legt das Tuch auf die Schräge und lässt das Mittel einwirken. Das verhindert, dass der Reiniger zu schnell abfließt."
  • Verkrustungen im Backofen: "Bei eingebrannten Stellen hilft auch hier ein mit Backofenspray befeuchtetes Papiertuch. Die Einwirkzeit beträgt rund 15 Minuten." Ist eine Reinigung nach jeder Benutzung sinnvoll? "Ja, aber das machen die wenigsten", weiß die 46-Jährige. Das führe allerdings dazu, dass die Rückstände Schicht für Schicht einbrennen. "Je weniger Schichten, desto leichter geht der Dreck weg", lautet die Devise.
  • Kochfelder reinigen: "Ob es sich um Induktions- oder Cerankochfelder handelt, ist egal. Sie bestehen aus gehärtetem Glas und lassen sich am besten mit einem weißen Stein oder Zitronenbalsam reinigen. Letzterer reinigt und versiegelt die Fläche und schützt so vor Neuablagerungen. Für Fettspritzer reicht ein Tuch mit Spülmittel oder Fettlöser."
  • Edelstahlflächen putzen: "Nach der Reinigung mit Fettlöser sollte man ein Edelstahl-Pflegespray oder eine Pflegemilch verwenden. Dann hat man keine Fingerabdrücke auf der Fläche."
  • Dunstabzugshauben:"Die häufigsten Fragen bekomme ich dazu gestellt, wie das Edelstahl-Vlies in der Abdeckung zu reinigen ist. Ich rate den Leuten, es nicht in den Geschirrspüler zu tun, weil die scharfen Mittel das Material verfärben können. Tipp: Gitter in eine Mülltüte, darin mit Fettlöser einwirken lassen und eventuell vor dem Abspülen mit einer Spülbürste reinigen."
  • Desinfektion: "Man braucht einen gewissen Grundstock an Bakterien. Lediglich wenn man Geflügel oder Fisch verarbeitet hat, sollte man Messer und Schneidebrett nicht mit der Hand, sondern heiß im Geschirrspüler säubern."
  • Häufigster Fehler: Darauf hat Michaela Götz prompt eine Antwort parat. "Zu lange warten mit dem Putzen."
Michaela Götz gibt zum "Tag der Putzfrau" Tipps zum Putzen der Küche. Die 46-Jährige kommt aus Neustadt und arbeitet nebenberuflich als Beraterin für eine Firma, die nachhaltige Reinigungsprodukte vertreibt. Bild: privat
Michaela Götz gibt zum "Tag der Putzfrau" Tipps zum Putzen der Küche. Die 46-Jährige kommt aus Neustadt und arbeitet nebenberuflich als Beraterin für eine Firma, die nachhaltige Reinigungsprodukte vertreibt.

Noch mehr Tipps zum Küche putzen vom Youtube-Kanal "Lifehackerin"

Kommentar:

Angemerkt: "Tag der Putzfrau" - Gute Idee, aber...

Den heutigen „Tag der Putzfrau“ hat Autorin Gesine Schulz ins Leben gerufen. Die Detektivin in ihren Krimis ist als Putzfrau tätig, und auf ihren Geburtstag wurde der Ehrentag gelegt. Doch der Tag hat durchaus auch eine politische Dimension.
Die Reinigungskräfte, die Arbeitsplätze und viele öffentliche Räume, in denen wir uns aufhalten, sauberhalten, arbeiten für uns oft nicht sichtbar. Sie kommen, wenn die meisten Menschen Feierabend haben oder noch schlummern. Und weil es ihre Aufgabe ist, Spuren zu beseitigen, hinterlassen sie selbst keine. Eine wichtige Arbeit, die zu wenig geschätzt und der häufig mit Vorurteilen begegnet wird. Und die obendrein oft auf prekären Arbeitsverhältnissen gründet.
Es ist eine gute Idee, mit einem Ehrentag daran zu erinnern. Dass der Tag allerdings „Tag der Putzfrau“ heißt, erstaunt. Und ist zu kritisieren. Denn Diskriminierung fängt schon bei Begrifflichkeiten an. Vielleicht sollte man mit den Verbesserungen zum Ansehen der Putzfrauen – und -männer – beginnen, in dem man den Ehrentag umtauft. Wie wäre es zum Beispiel mit „Tag der Reinigungskraft“. Klingt irgendwie sauberer.

Sonja Kaute

 
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