26.03.2021 - 11:02 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Landkreis Neustadt/WN lässt streunende Katzen kastrieren

Das Thema wirkt nebensächlich, wird aber oft heiß diskutiert: Die Kastration von streunenden Katzen. Damit setzt die Fraktion der Jungen Union im Kreisausschuss ein Ausrufezeichen.

Dieses Tier haben Veterinäre in Schleswig-Holstein eingefangen. Das Bundesland kastriert seit einigen Jahren streunende Katzen. Dafür schaufelt nun auch der Landkreis Neustadt Geld frei.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Bei einer Gegenstimme von Barbara Kindl (ÖDP) winkte der Kreisausschuss am Mittwoch den Antrag der Jungen Union durch, im neuen Kreishaushalt 8500 Euro bereitzustellen, um damit Katzen ohne Zuhause zu kastrieren. Das Geld dazu soll aus dem Etat der Betriebshelfer und Dorfhelferinnen kommen, der in den vergangenen Jahren nicht abgerufen wurde.

„Wir nehmen damit niemandem etwas weg“, unterstützt Landrat Andreas Meier den Vorschlag. „Sollte bei den Dorfhelferinnen ein begründetes Defizit entstehen, bieten wir Hilfe an.“ Die Veterinäre der Kreisverwaltung befürworten die Kastration ebenfalls. Sie werden oft von Tierfreunden kontaktiert, denen eine Gruppe verwahrloster Katzen auffällt. Oft kommen die Fellnasen an Plätzen zusammen, wo wohlmeinende Menschen Futterstellen geschaffen haben. Doch dadurch breiten sich auch Krankheiten aus. Abgesehen davon, dass eine Katze pro Jahr bis zu zwölf Junge gebären kann.

Bei Kosten von rund 100 Euro je Tier könnten nun pro Jahr 85 Katzen kastriert werden. Das könnte so ablaufen: Die Tierärzte werden über dieses Angebot des Landkreises über das Veterinäramt informiert und vereinbaren mit der Behörde einen Festpreis. Dort reichen die Tierärzte die Rechnungen ein, die das Amt überprüft und zahlt.

Mehr zum Antrag auf Kastration von Katzen

Pressath

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