22.05.2019 - 16:01 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Landratsamt schaut Müll genauer an

Der Landkreis will eine Spezialfirma beauftragen, den in den Haushalten zwischen Eslarn und Kirchenthumbach anfallenden Restmüll zu analysieren. Das kostet rund 40 000 Euro.

Der Inhalt einer Restmülltonne hat eine Zusammensetzung, die durchaus interessant ist. Es geht schließlich um Geld.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Das Vorhaben hat auch mit der Einführung der Biotonne zu tun. Die besitzen etwa 45 Prozent der Neustädter Haushalte, der Rest sind Eigenkompostierer. Die Analyse soll untersuchen, ob sich seitdem der Anteil organischer Abfälle in der Restmülltonne verändert hat. Dadurch könne man gezielter beraten, erklärte Hermann Ach vom Sachgebiet Abfallwirtschaft des Landratsamts.

Ein zweiter Aspekt: Im Müllkraftwerk Schwandorf, wo auch der Landkreis Neustadt anliefert, tauchen im Restmüll immer höhere Mengen an Kunststoff- und Verpackungsabfällen auf. Eine Sortieranalyse könnte das Trennverhalten beleuchten und zeigen, wo Beratungsbedarf besteht.

Das könnte sich auch auf die Müllgebühren auswirken. Denn Verpackungsabfälle sammelt nicht der Landkreis, sondern das Duale System Deutschland über die Gelben Säcke. Demnächst verhandelt das Landratsamt wieder mit diesem Unternehmen. Auch darüber, ob es demnächst stoffgleiche Verpackungen aus Aluminium oder Kunststoff, sprich eine Plastikschüssel oder einen Kochtopf, annimmt. Dadurch könnten die Wertstoffmengen steigen und die Gebühren sinken. Voraussetzung wäre wieder eine Sortieranalyse.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.