Neustadt an der Waldnaab
11.10.2018 - 16:47 Uhr

Lehrer als Wohltäter

Die Stadt bekommt von einem verstorbenen Pädagogen ein großes Grundstück als Vermächtnis.

Ein hübscher Baugrund in der Schmellerstraße. Den hinterlässt ein früherer Realschullehrer der Stadt als Erbe. Bild: Schönberger
Ein hübscher Baugrund in der Schmellerstraße. Den hinterlässt ein früherer Realschullehrer der Stadt als Erbe.

(phs) Vielleicht war Bürgermeister Rupert Troppmann in seiner Jugend ein ganz Braver. Jedenfalls hat sein alter Realschullehrer die Stadt in seinem Testament bedacht. Sie erbt ein beachtliches Grundstück. "Herzlichen Dank posthum", sagt der ehemalige Schüler dazu im Namen seiner Stadträte.

So etwas geschieht nicht alle Tage. In seinem Vermächtnis hat Anton Grafwallner die Stadt als Erbin für ein 875 Quadratmeter großes Areal in der Schmellerstraße 8 eingesetzt. Legt man den Preis von 95 Euro für einen Quadratmeter im Gebiet Rumpler III zugrunde, ist das Gelände rund 83 000 Euro wert.

Grafwallner starb im Februar 2017 mit 83 Jahren. Über die Gründe für seine Großzügigkeit gegenüber der Stadt kann nur spekuliert werden. Eigene Kinder hat er nicht, dafür elf weitere Erben, in der Mehrzahl Neffen und Nichten. Möglicherweise wollte er Auseinandersetzungen um sein Vermächtnis zwischen ihnen unterbinden und vererbte deshalb an die Allgemeinheit. Doch so genau weiß das niemand.

Eine Auflage hat der Pädagoge den Stadträten aber schon gemacht. Sie müssen den Erlös aus dem Verkauf in "kulturelle Zwecke" investieren. Das ist allerdings nicht näher definiert.

Bevor dies alles spruchreif ist, dürften noch ein paar Jahre vergehen. Das Grundstück ist an eine Bekannte Grafwallners verpachtet, die es als Garten nutzt und dort einen Wohnwagen stehen hat. Der Vertrag läuft noch einige Jahre. Wie lange, will Troppmann nicht sagen.

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