Kurz und schmerzlos war die Sitzung des Ausschusses für Personalangelegenheiten und Verwaltungsinnovation. Die Kreisräte sind mit dem Stellenplan einverstanden.
Personalchef Edmund Frummet erläuterte dem Gremium den Personalhaushalt 2019 und ging auf die größten Veränderungen ein. Der Stellenplan weist insgesamt 14,33 Planstellen mehr aus als noch im vergangenen Jahr. Die Zahl der Planstellen erhöht sich bei Beamten um 4,55 Vollzeitkräfte (VK) auf 55,49 Stellen und bei den Arbeitnehmern um 9,78 (VK) auf 230,89 VK.
Zwei zusätzliche Posten sind es im Sachgebiet Landkreisentwicklung und Wirtschaftsförderung. Die Sachgebietsleiterin soll zum 1. Juli zum Landkreis versetzt werden. Sie war bisher schon als Staatsbeamtin in dieser Funktion tätig. Eine Touristikerin wird in die Freistellungsphase der Altersteilzeit wechseln. Eine Mehrung gibt es im Bildungsmanagement.
ÖPNV-Sachbearbeiter
Ein Plus von 1,78 Planstellen ergibt sich im Sachgebiet Kommunalaufsicht, Schulen und ÖPNV. Unter anderem soll zur Jahresmitte ein ÖPNV-Sachbearbeiter kommen. Auch das Kreisjugendamt profitiert von der Aufstockung und darf sich über 1,74 weitere Planstellen freuen. So hat der Bayerische Kommunale Prüfungsverband festgestellt, dass im Geschäftszimmer des Chefs eine halbe Stelle mehr erforderlich ist. Veränderungen sind auch im allgemeinen Sozialdienst und bei den Pflegemüttern vorgesehen.
Der große Bereich Öffentliche Sicherheit und Ordnung, zentrale Bußgeldstelle und Naturpark wächst um 1,54 Planstellen. Die Arbeit hat überall zugenommen, unter anderem im Feuerwesen, Katastrophenschutz, beim Betrieb der interkommunalen Atemschutzübungsstrecke sowie bei der Erstellung der Evakuierungs- und Schutzpläne. Zudem sind die Ausbildungsstunden für die Führungsgruppe Katastrophenschutz zu erhöhen.
Derzeit kümmert sich eine Dreiviertelkraft an den Schulen um 638 PCs, 107 Laptops, 209 Beamer, 149 Dokukameras, 20 Server und 80 Drucker. Da der Landkreis für das digitale Klassenzimmer eine Million Euro bereitstellt, wird sich die Zahl der zu versorgenden Geräte noch einmal deutlich erhöhen. Deshalb wird ein zweiter Mitarbeiter eingestellt. Die CSU-Fraktion hat darüber hinaus eine Halbtagsstelle für den IT-Bereich gefordert. Das ergibt einen Zuwachs von 1,46 Vollkräften im Sachgebiet Informationstechnologien.
Keine Planstellen
Neu sind ein Datenschutzbeauftragter Landkreis sowie ein Datenschutz- und Informationsbeauftragter für die Gemeinden. Kreis und Kommunen profitieren hier von einem neuen Förderprogramm.
Regierung und Umweltministerium erkennen zwar an, dass Neustadt bei den Fachkräften für Umweltschutz unterbesetzt ist. Personal gibt es trotzdem nicht, weil keine Planstellen vorhanden sind. Deshalb springt der Landkreis ein. Mit einer weiteren Kraft soll die ordnungsgemäße Aufgabenerfüllung sichergestellt werden. Ebenso Neuland beschreitet Neustadt mit ihrer Gesundheitsregion plus Nordoberpfalz, die sich mit einer VK niederschlägt.
Wegen der zunehmenden Komplexität des Vergaberechts und als Präventionsmaßnahme gegen Korruption richtet das Lobkowitzerschloss eine zentrale Vergabestelle ein. Vorgesehen ist ein Sachbearbeiter.
Auch im Jobcenter muss ein Mitarbeiter, der in die Freistellungsphase geht, ersetzt werden. Weil es in den drei Hallenbädern immer schwieriger wird, im Krankheitsfall eine Aushilfe für einen Schwimmmeister zu finden, steht künftig ein Springer zur Verfügung. Wenn er im Bad nicht gebraucht wird, unterstützt er die Hausmeister. Wegen Elternzeit stellt der Landkreis eine neue Gartenfachberaterin ein.
Reiner Gäbl hätte es gerne gesehen, dass der Datenschutzbeauftragte für die Kommunen schneller die Arbeit aufnimmt. Aber hier müsse der Landkreis auf die Förderzusage warten, erklärte Frummet. Karl Meier machte auf die zunehmende Bedeutung der Energieberatung aufmerksam und sah Handlungsbedarf. Es gebe mannigfaltige Beratungsmöglichkeiten für Privatleute und Unternehmen, erwiderte Landrat Andreas Meier. Der Landkreis habe zudem erst seine Fördermittel für das Energie-Technologische Zentrum (ETZ) in Weiden aufgestockt. Außerdem dürfe der Landkreis eine qualifizierte Energieberatung gar nicht anbieten.












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