23.11.2018 - 16:26 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Müll auf dem Felixberg

So viele Teilnehmer wie noch nie besuchen die Bürgerversammlung. Sie bringen viele Themen mit. Eines wurde besonders hitzig diskutiert: Das Müllproblem auf dem Felixberg und im Wald.

Viele Bürger beschweren sich über den Müll im Felixwald und auf dem Aufsichtspunkt. Die Stadt sei mit Polizei und Schule in Kontakt, erklärt Bürgermeister Rupert Troppmann. Doch alle Verbote würden nichts helfen, wenn der Einzelne kein Verantwortungsbewusstsein zeige.
von Beate-Josefine Luber Kontakt Profil

Bürgermeister Rupert Troppmann vermutet, dass die hohe Beteiligung auch an den erfolgreichen 800-Jahr-Feierlichkeiten mit 125 Veranstaltungen liegen könnte. "Da hat es bei den Leuten einen Schalter umgelegt", sagt er.

Doch die Rekordbeteiligung von 25 Besuchern nebst Stadträten und Verwaltung bei der Bürgerversammlung hatte auch zur Folge, dass zahlreiche Themen auf den Tisch kamen.

  • Eines davon sprach Gerhard Alwang an: Der Müll auf dem Parkplatz am Felixberg. Mehrmals habe er mit Schulkindern den Platz gereinigt. "Es ist unvorstellbar, was man da alles findet." Alwang erwähnte Pizzakartons und zahlreiche Flaschen und nannte das eine "bodenlose Sauerei". Troppmann pflichtete ihm bei, wies jedoch auch darauf hin, dass bisherige Maßnahmen wie Parkverbote nichts gebracht hätten. "Wir wissen nicht mehr, was wir machen sollen", gab er zu. Wegen der Kirchenbesucher wolle man den Parkplatz auch nicht zusperren. Alwang forderte verstärkte Polizeipräsenz, Kontrollen und Platzverweise. "Ich wehre mich dagegen zu sagen, wir finden uns damit ab." Troppmann bezweifelte, dass diese Maßnahmen viel bringen würden. Auch Christine Flor widersprach den repressiven Forderungen von Alwang. Ein Verbot finde sie zu "extrem", denn es würde alle ausschließen, auch Leute, "die dort nur den wunderbaren Ausblick genießen wollen". Auch die Wege durch den Felixwald, ein beliebter Schulweg, seien laufend verdreckt. Oliver Völkl wies zudem auf die Rathauspassage hin, die nach dem Wochenende sehr schmutzig sei. Troppmann antwortete, die Probleme seien ihm bewusst, appellierte aber auch an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger.
  • Der Bürgermeister erwähnte, dass er öfter angesprochen werde auf die Verzögerungen beim Betreuten Wohnen in der Johann-Dietl-Straße. "Das ist aber ein Projekt der Kirche und nicht der Stadt." Kirchenpfleger Oliver Völkl wies vehement darauf hin, dass das auch kein Projekt der örtlichen Kirche sei. Der Grund sei vor zwei Jahren an die katholische Wohnungsbauverwaltung in Regensburg verkauft worden. Seitdem stocke der Prozess wegen zu hoher Quadratmeterpreise, es gebe jedoch Neuausschreibungen. "Wir tun, was wir können", betonte Völkl.
  • Jana Rustler hatte bereits im Vorfeld einen Antrag gestellt, beim Weihnachtsmarkt wiederverwendbare Keramiktassenzu verwenden, um Plastikmüll zu vermeiden. Da das Vorhaben sehr kurzfristig sei, versprach Troppmann dieses Jahr erst einmal eine Empfehlung auszusprechen. Ein Problem stelle die Reinigung der Tassen dar.
  • Karl Heigl fragte, ob geplant sei, den Internetauftritt der Stadtweiterzuentwickeln, da es wenige Informationen gebe. Mehrere Teilnehmer pflichteten ihm bei und kritisierten den Veranstaltungskalender. Troppmann rief dazu auf, sich persönlich mit ihm zusammenzusetzen. "Wir wissen nicht, was wir für Infos anbieten sollen, wenn wir nicht wissen, wonach Sie suchen."
  • Oliver Völkl bat, den Bocklradweg bis zum Eisstockheim zu räumen. Troppmann wies darauf hin, dass sich die Langläufer beschwert hätten, nachdem die Stadt das letzte Mal geräumt habe. "Wenn wir Splitt streuen, beschweren sich die Radfahrer im Frühjahr. Deshalb haben wir beschlossen, den Radweg im Winter der Natur zu überlassen." Der Bürgermeister dankte dennoch für solche Fragen, da er so erklären kann, wie schwer es sei, es allen Bürgern recht zu machen.

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