Das Stadtmuseum sowie das Stadtarchiv von Neustadt sind um einige historische Dokumente und Bekleidungsstücke reicher. Der langjährige Stadtrat Oskar Schwarz überreichte Bürgermeister Sebastian Dippold und Stadtarchivarin Ursula Wiechert einige interessante Neuzugänge.
Wer kennt in Neustadt noch den Burschenverein Lobkowitzia? Wohl nicht mehr viele. Gegründet 1910 im Gasthaus Kost in Störnstein, pflegte die Burschenschaft sehr enge Kontakte zur Familie Lobkowitz nach Bilin in Böhmen.
Unterlagen dazu befanden sich im Besitz der Familie Schenkl. 1973 sollten sie nach dem Tod von Rechtsanwalt Hans Schenkl entsorgt werden. Oskar Schwarz erreichte ein Hilferuf seines Freundes Heinz Schenkl und rettete die Unterlagen fast in letzter Sekunde aus einem Container. 1981 trug Schwarz eine Lobkowitzia-Uniformjacke erstmals beim Neustädter Faschingsumzug als Fan des Adelsgeschlechts.
Nun gab er all dies an Museum und Archiv. „Ich möchte es in guten Händen sehen. Außerdem sollte dieses Wissen wieder in Erinnerung gerufen werden. Neustadt hat diesbezüglich eine unwahrscheinlich große geschichtliche Vergangenheit“, erklärte Schwarz.
Er überreichte eine 100 Jahre alte Uniformjacke der Burschenschaft mit sechs Leibbinden. In einem in Leder gebundenen Buch sind alle Besitzungen der Familie Ferdinand von Lobkowitz aus Bilin aufgeführt. Ferner enthält es eine persönliche Widmung für die Burschenschaft. Schwarz hat auch einige Telegramme des Fürsten, das Conventbuch, Protokolle der Burschenschaft, Einladungslisten, Rechnungsbelege und vieles mehr übergeben.
Wiechert und Dippold sind begeistert. „Wir werden alles nicht nur in unseren Fundus und das Archiv integrieren, sondern auch Interessierten zur Verfügung stellen.“
Mit dabei bei der Übergabe war auch der Sprecher der Kulturfreunde Lobkowitz, Bernhard Knauer, der Schwarz seine Anerkennung aussprach.













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