23.07.2021 - 15:47 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Neues Konzept für Vulkanerlebnis Parkstein

Das Vulkanerlebnis Parkstein soll umgestaltet werden. Das Forum Neustadt Plus e. V. signalisiert wohlwollende Unterstützung.

Das Museum Vulkanerlebnis Parkstein soll umgestaltet werden.
von Walter BeyerleinProfil

Das Entscheidungsgremium des Forums Neustadt Plus e.V. steht dem Kooperationsprojekt „Geologie und Vulkanismus – erlebbare Wissenschaft im Museum“ positiv gegenüber. „Wir haben keine negativen Stimmen gehört, wir sind sehr angetan, wir signalisieren größtes Wohlwollen“, lautete das Fazit von Landrat Andreas Meier, Vorsitzender des Entscheidungsgremiums am Ende der Vorstellung des Projektes zur Umgestaltung des Vulkanerlebnis´ Parkstein.

Parksteins Bürgermeister Reinhard Sollfrank, Museumsleiterin Regina Kiermaier und Jan Wünsche, Kocmoc, Design aus Leipzig, präsentierten die Umgestaltung des „Vulkanerlebnis Parkstein“.

"Warum nach zehn Jahren eine Konzeptanpassung?", fragte Jan Wünsche und hatte für das Gremium die passenden Antworten parat. So soll die Erwartungshaltung der Besucher mehr als bisher erfüllt werden, auch soll deutlich mehr für Kinder und Jugendliche gemacht werden.

Alles über Vukanismus

Vor zehn Jahren sei das Museum im Besonderen auf Heimatkunde und Geologie ausgerichtet worden. Im Laufe der Jahre aber habe sich das Museum hin zum Vulkanismus ausgerichtet. „Jetzt erwartet der Besucher alles über Vulkanismus zu erfahren“. Dies erfordere inhaltliche Veränderungen im Museum, dazu noch Veränderungen in dessen Gestaltung, aber auch didaktisch, weil Kinder vermehrt zum Museum herangeführt werden sollen. Deshalb ist es laut den Ideen und Vorstellungen von Kocmoc auch sinnvoll, alle drei Etagen mit der Thematik Vulkanismus zu verbinden. „Den Vulkan verstehen“, so fasste Jan Wünsche die Gedankengänge von Kocmoc zur Neugestaltung zusammen.

Das Konzept sieht vor, im Museum einen pädagogischen Bereich einzurichten. Dafür bietet sich laut Jan Wünsche der jetzige „Dippel"-Saal an, der laut Bürgermeister Reinhard Sollfrank bereits jetzt die Aufgabe eines Funktionsraumes einnimmt. Das Dachgeschoss überschreibt Kocmoc mit „Bäder und Quellen“. Hier soll mit einer Videoanimation der Aufschlag eines Wassertropfens in einem Becken eine Wellenbewegung auslösen, in der dann Texte und Bilder auftauchen. Im "Dippel"-Saal soll eine Sitzlandschaft mit „Mehrwert“ aufgebaut werden.

Mehr Schulklassen

Damit wird es nach den Worten von Museumsleiterin Regina Kiermaier auch möglich, Schulklassen einen längeren Aufenthalt im Museum zu ermöglichen. Dies stuft die Museumsleiterin als besonders positiv ein, weil Schulklassen künftig bis zu einem Umkreis von 100 Kilometer angesprochen werden sollen.

Dr. Andreas Peterek, Leiter des Geoparks Bayern-Böhmen, sieht im Vulkanerlebnis Parkstein gewisse Überschneidungen zu seiner Einrichtung, aber auch einen Synergieeffekt. Wichtig sei vor allem, im Museum darzustellen, warum es eigentlich Vulkane gebe. Die Antwort müsse gegenüber dem jetzigen Stand entsprechend aufgezeigt werden. Der Geopark Bayern-Böhmen unterstütze das Projekt, versicherte Peterek.

Bürgermeister Reinhard Sollfrank nennt das Vulkanerlebnis Parkstein „ein Museum, von dem es kein Zweites gibt“ und ein „Prestigeobjekt“ für den Markt. Der Rathauschef räumt aber ein, dass die oberste Etage mit ihrer derzeitigen Einrichtung nicht mehr zeitgemäß sei. Die derzeitige Kostenberechnung weist einen Aufwand einschließlich der Honorare von rund 249.000 Euro aus.

Jan Wünsche, Kocmoc (rechts, stehend) stellt gemeinsam mit Bürgermeister Reinhard Sollfrank und Museumsleiterin Regina Kiermaier (vordere Reihe von links) die Vorstellungen seines Büros und des Marktes Parkstein zur Umgestaltung des Vulkanerlebnis´ Parkstein vor.

Zum Spielen nach Parkstein

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