11.06.2019 - 15:05 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Neustadt trifft Sokolov

Bereits zum siebten Mal trafen sich Schüler der Partnerschulen aus Sokolov und Neustadt mit ihren Lehrern Irene Birner und Wilhelm Merkl zu einer Sport- und Kulturbegegnung.

Bei vielen gemeinsamen sportlichen Wettkämpfen lernen sich die Schüler aus Neustadt und Sokolov besser kennen.
von Benedikt GrimmProfil

Der zweieinhalbtägige Austausch, der unter dem Thema ,,Leben hinter dem Eisernen Vorhang“ in Primda/Pfraumberg stattfand, wurde großzügig von der bayerischen Arbeitsgemeinschaft in der Euregio Egrensis mit Fördergeldern unterstützt. Auch der Landkreis Neustadt hat sich an der Finanzierung beteiligt.

Pfraumberg, ein 1544 Einwohner zählenden Ort, liegt nur zehn Kilometer von Waidhaus entfernt. Die jungen Tschechen und Deutschen der siebten Jahrgangsstufe teilten sich jeweils mit ihren ausländischen Freunden in der ehemaligen Militärschule von Primda ein Zimmer. In der heutigen Outdoor-Schule verbrachten sie viele Stunden mit Sportspielen wie Basketball, Floorball, Fußball und Tischtennis. Zudem absolvierten die 50 Schüler aus beiden Ländern in dem weitläufigen Sportzentrum ein gemeinsames Fitnesstraining. Die Unterbringung war für die meisten eine unbekannte Erfahrung, wie eine Zeitreise in die kommunistische Vergangenheit des Nachbarlands.

Damit die Verständigung und das Kennenlernen besser funktionierten, übten die Schüler mit einer zweisprachigen Animateurin spielerisch die Sprache des anderen. Neben Wörtern des Alltags lernten die Schüler auch Wörter wie ,,Eiserner Vorhang“ oder ,,Wachturm“ und wetteiferten zum Beispiel in gemischten Gruppen darum, welchem Team es am besten gelingt, aus Spaghetti und Marshmallows, den höchsten Wachturm zu bauen. Der Rückreisenachmitttag war dem Besuch des Grenzmuseums „Eiserner Vorhang“ bei Waidhaus gewidmet. Die Jugendlichen lauschten im Rahmen einer zweisprachigen Führung den Schilderungen über deutsch-tschechische Grenzerfahrungen zur Zeit des Kalten Krieges und bekamen Antworten auf all ihre Fragen.

Zum Abschluss des zweieinhalbtägigen Austausches steht der Besuch des Museums „The Iron Curtain“ auf dem Programm.
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