Neustadt an der Waldnaab
03.08.2022 - 15:31 Uhr
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Neustadt unterstützt Pläne für zusätzliche Krippenplätze in St. Martin

Neustadt braucht Krippenplätze. Für eine schnelle Lösung will die Stadt jetzt die katholische Kita St. Martin unterstützen, obwohl sie selbst den alten Pfarrhof dafür nutzen will.

Von einem dicken Brett, dass es zu bohren gelte, sprach Neustadts Bürgermeister Sebastian Dippold im Stadtrat über den Ausbau des ehemaligen Pfarrhofs zu einer städtischen Krippe neben der eigenen frischrenovierten Kita St. Joseph. "Das wird wohl weder leicht noch schnell realisierbar."

Die Stadt ist verpflichtet für ausreichend Krippenplätze zu sorgen. Gemäß immer noch gültiger Berechnung von 2020 fehlen zwei Gruppen für je 12 Kleinkinder. Aktuell bis 2023 ist eine Notgruppe in St. Joseph genehmigt.

Abhilfe könnte von katholischer Seite kommen. "Im Bereich von St. Martin wäre es schneller und günstiger zu realisieren." Das bedeute aber nicht, dass die Pläne der Stadt auf Eis gelegt würden, waren sich Rathauschef und alle Fraktionen einig. Im Gegenteil, eine Machbarkeitsstudie soll zur Vorbereitung auf die nächsten Schritte gefertigt werden.

Die Stadt ist aber auch mit der katholischen Kirchenstiftung in Gesprächen über die Sanierung von deren Kindergarten St. Martin. Beide Seiten seien übereinstimmend der Meinung, dass dabei ein Ausbau um eine weitere Krippengruppe sinnvoll sei, ließ Dippold den Stadtrat wissen. Der beschloss, dafür seine Unterstützung zu signalisieren. Von der Kirche sei zugesagt, dann eine entsprechende Erweiterung im Zuge der aktuellen Planungen zu prüfen.

Mülleimerhäuschen

Einen fünfstelligen Betrag hätte es gekostete, wie geplant ein Häuserl für die Mülleimer der frisch sanierten Kita St. Joseph zu bauen. „Wir finden das alle etwas teuer“, sprach Bürgermeister Dippold dem gesamten Rat aus dem Herzen. „Sparen wir hier, vielleicht brauchen wir das Geld irgendwo, wo es nützlicher ist“, ergänzte Hermann Schmid (FW) und stimmte wie alle seine Ratskollegen gegen die Vergabe eines entsprechenden Auftrags. Dippold will nun anfragen, ob der Bauhof trotz der begrenzten Mitarbeitersituation so etwas selbst bauen könnte.

Sprachkita

Das Programm Sprachkita läuft Ende des Jahres aus. Das Bundesfamilienministerium habe die Stadt darüber informiert, teilte Bürgermeister Dippold dem Stadtrat mit. "Wir entlassen deswegen aber niemanden." Die Kita St. Joseph hatte sich seit 2017 an dem Programm beteiligt.

Elterntaxi

Noch immer lägen keine Stellungnahmen zu den Erfahrungen mit den vor einem Jahr eingeführten Hol- und Bringparkplätzen für Elterntaxis zur Entlastung der Verkehrssituation am Schulhügel vor, bemängelte Armin Aichinger. Diese brauche man dringend, um mögliche Nachbesserungen bis zum Schuljahresbeginn zu erledigen. "Wir müssen nachhaken", antwortete Bürgermeister Dippold und verwies auf die ausstehenden Reaktionen von Polizei, Schulleitern und Elternvertretern.

Feuerwehr

Für insgesamt rund 25.000 Euro vergab der Stadtrat Aufträge zum Fließen und für zwei Sektionaltore für die Garagen am Feuerwehrhaus an die Weidener Firma Fliesen Kreiter und das Erbendorfer Unternehmen Pöllath. In Eigenleistung kümmert sich die Wehr um die Strom- und Wasserversorgung. Die Abnahme erfolgt durch Fachfirmen, bevor dann die neue Schlauchwaschmaschine eingebaut werden kann.

Hintergrund:

Stabile Geburtenzahlen in Neustadt/WN

  • 2020: 54 Geburten
  • 2021: 49 Geburten
  • 2022: 28 Geburten (bis 22. Juli)
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