Auf zwei Stockwerken soll am Schulhügel in Neustadt/WN ein neuer Bau für die Offene Ganztagsschule der Erst- bis Viertklässler entstehen. In der Mensa im Erdgeschoss werden auch die Mittelschüler ihr Mittagessen bekommen. Der Stahlskelettbau ist zwischen Mittelschule und Bildstraße geplant. Das Obergeschoss liegt dann etwas über Straßenniveau, der Essensbereich auf Höhe des Erdgeschosses der Schule.
Schon bisher habe die Stadt den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung gut erfüllt, betont Bürgermeister Sebastian Giering. Aber: „Es gibt zu wenig Platz.“ Groß zu überlegen, ob die Stadt hier tätig wird, ist nicht drin. Es handelt sich um eine Pflichtaufgabe. Immerhin stellt die Regierung eine hohe Förderung in Aussicht und hat sich auch die Situation vor Ort bereits angesehen. Derzeit läuft der Förderantrag mit einer Kostenschätzung von knapp drei Millionen Euro.
300 Grundschüler
Die Prognosen gehen von 300 Grundschülern in den nächsten Jahren aus. Davon nutzen 90 Prozent, also 270 Schüler die Offene Ganztagsschule (OGTS). "Auf diese Zahl wird die Mensa ausgerichtet", sagt Architekt Georg Binner. Pro Schicht sollen im Erdgeschoss des Neubaus 120 Kinder Platz zum Essen haben. "Die Küche wird sechsmal so groß wie jetzt." Sie dient nicht nur wie aktuell zur Ausgabe der Mahlzeiten sondern auch zur Aufbereitung des Essens, nicht aber zum eigenständigen Zubereiten.
Räume doppelt nutzen
„Was wir hier planen, ist gut durchdacht“, urteilt Schulreferent Armin Aichinger. Der CSU-Stadtrat ist Rektor an der Mariengrundschule in Tirschenreuth, der größten Grundschule des Nachbarlandkreises. Die Planungen bezögen sich auf 90 Prozent der Grundschüler, real sei aber wohl, dass das Angebot rund 70 Prozent wahrnehmen. „Es muss die Doppelnutzung von Räumen in der Schule möglich sein, zum Beispiel für Hausaufgaben“, entgegnet Aichinger Befürchtungen, dass es im Obergeschoss des Neubaus zu eng zugehen werde. „Dort schaffen wir Sitzecken, Spielbereiche und manch anderes mehr.“
Der Zeitplan sieht einen Baubeginn 2027 vor und eine Fertigstellung möglichst innerhalb eines Jahres. Ein Verbindungsgang führt vom Obergeschoss hinüber zur Mittelschule. Das Gebäude bekommt keine Toiletten. Die Kinder können die bestehenden Sanitäranlagen in den Schulen nutzen.
Gewerbeflächen
Neustadt arbeitet an einem neuen Flächennutzungsplan. Besonders gesucht sind Areale, die möglicherweise als Gewerbegebiete genutzt werden könnten. Nun hat der Stadtrat ein Areal nördlich des Gartencenters Steinhilber an der Störnsteiner Spange ausgesucht, das in den Entwurf des Flächennutzungsplans aufgenommen wird. Das bedeute aber noch nicht, dass dort tatsächlich einmal ein Gewerbegebiet entsteht.
Mühlbergweg
Die Sanierung des Asphaltbelags im Mühlbergweg hat der Stadtrat einstimmig abgelehnt. "Machen muss man es, aber es gibt dringendere Dinge", sagt Giering mit Blick auf die Finanzlage der Stadt. "Es ist aktuell im Haushaltsentwurf drin, aber zur Streichung vorgesehen."
Straßenbeleuchtung
Der Raiffeisenplatz am Friedhof bekommt eine neue Straßenbeleuchtung. Dort hängen die Lampen derzeit noch mitten über der Straße. Auch der Strom fließt dort noch über Freileitungen in die Häuser. Die Bayernwerk Netz GmbH baut dies alles ab und verlegt die Kabel in den Untergrund. Im Zuge dieser Arbeiten werden neue Straßenlaternen gesetzt. Vorteil für die Stadt: Die Hauptkosten für die Erd-, Asphaltierungs- und Verkehrssicherungsarbeiten zahlt die Firma Bayernwerk.

















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