28.06.2020 - 13:31 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Neustädter Bürgermeister auch Chef des Schulverbands

Der Grund- und Mittelschulverband der Stadt Neustadt hat einen neuen Vorsitzenden. Die Mitglieder sprechen sich für Sebastian Dippold aus.

Sebastian Dippold
von KRBProfil

Der Grund- und Mittelschulverband der Stadt Neustadt hat einen neuen Vorsitzenden. Bei der ersten Sitzung nach der Kommunalwahl wurde der Neustädter Bürgermeister Sebastian Dippold sowohl in der Grundschule als auch Mittelschule zum neuen Schulverbandsvorsitzenden gewählt. Im zur Seite steht in der Grundschule der Störnsteiner Bürgermeister Markus Ludwig und bei der Mittelschule Rudolf Schopper, Bürgermeister von Püchersreuth. In den Neustädter Schulverbänden sind neben zwei Neustädter Stadträten auch die jeweiligen Bürgermeister der Gemeinden vertreten, die auch Kinder in die Neustädter Schulen schicken.

Zunächst standen die Angelegenheiten der Mittelschule auf der Tagesordnung. Hier gab es bei der Geschäftsordnung eine kleine Änderung: Künftig können die Einladungen zu den Sitzungen auch mit E-Mail erfolgend. Dies wurde einstimmig so beschlossen. Bei der Verbandsatzung gab es keine Änderung. Einstimmig nahmen die Verbandsräte auch die Erhöhung der Beförderungskosten eines Schulbusunternehmers an. Er erhöht den Preis für eine Fahrt von 54 auf 60 Euro. Bei der Prüfung und Feststellung der Jahresrechnung gab es ebenso keine Probleme wie bei der Entlastung des Schulverbandsvorsitzenden für das letzte Jahr.

Michael Koppmann, Rektor der Mittelschule, dankte der Stadt als Sachaufwandsträger für die immer ausgezeichnete Zusammenarbeit. „Die Stadt hat immer ein offenes Ohr, wenn wir mit Anfragen kommen.“ Koppmann sprach auch kurz die Corona-Situation an, die man an der Schule gut überstanden habe. Er dankte seinen Lehrkräften, die über verschiedenste Kanäle Kontakt zu den Schülern gehalten haben. Als Schwachstelle bezeichnete er die technische Ausstattung der Schüler. „Die Digitalisierung schreitet voran, doch dafür müssen wir PCs für die Schüler anschaffen.“ Koppmann hoffte, dass mit dem neuen Schuljahr wieder alles seinen gewohnten Gang geht. Bei der Klassenplanung konnte er feststellen, dass die Zahl der Schüler stagniert, bzw. sogar leicht zurück geht. „Aus diesem Grund werden wir eine Klasse aus Floß und Altenstadt nach Neustadt holen.“ Hierbei bemerkte er, dass die Planung der Wahlfächer immer schwieriger werde. „Dabei wird der Lehrermangel ein zusätzliches Problem werden.“

Keine größeren Probleme gibt es auch in der Grundschule. So wie in der Mittelschule wurden auch hier die Geschäftsordnung und Satzung nur geringfügig angepasst. Minimal schlägt die Erhöhung der Schülerbeförderung mit 50 Cent je Fahrt zu Buche. Ein Busunternehmer beantragte, dass in der Zeit des Schulausfalls die Beförderungskosten trotzdem übernommen werden. Hier zeigte man sich kulant und übernahm 65 Prozent der Kosten. Ähnlich möchte man sich auch verhalten, wenn noch andere Busunternehmer kommen. Wieder einmal wurde ein Unternehmer kritisiert, der die Kinder nicht pünktlich zum Unterricht bringt. „Dieses Problem ist seit Jahren bekannt und wird immer wieder angesprochen. Es muss endlich einmal etwas passieren,“ forderte Ludwig. Bürgermeister Dippold will hier wieder einmal das Gespräch suchen. Zu dem Problem mit den schwierigen Verkehrsverhältnissen am Schulhügel regte Armin Aichinger ein Gesamtkonzept an um zu klären, was möglich ist. Reiner Hetz bemerkte dazu, dass hier auch der RBO sowie der Landkreis mit einbezogen werden müssen.

Rektorin Heike Merther lobte neben der Stadt vor allem Kämmerer Michael Neidl. „Er ist immer Ansprechpartner, kennt sich aus und holt Förderungen wo es nur möglich ist.“ Die Schule hat nun eine Steuerungsgruppe „Schulhausentwicklung“ gegründet. Daran soll sich auf Wunsch von Merther auch die Stadt mit einbringen, damit ein gemeinsames Konzept erstellt werden kann.

Baumpflanzaktion an der Grundschule Neustadt

Für die Aktion des Landkreises „Blühende Schulen“ hat sich auch die Grundschule beworben. Eine Entscheidung hierzu wird im Juli fallen. Corona hat auch an der Grundschule ihre Spuren hinterlassen. So konnte die Rektorin berichten, dass 95 Prozent der Eltern digital ansprechbar waren. Die Eltern haben sich total engagiert und mitgemacht. „Nur ein kleiner Teil hat keinerlei Bereitschaft hierfür gezeigt. Nun wissen wir, wo Bildung nicht Wert geschätzt wird.“ Nicht versäumen wollte es Merther zu bemerken, dass jedoch viele an ihr Limit bekommen waren. Für das neue Schuljahr kann mit elf Klassen geplant werden, einer ersten Jahrgangsstufe mehr als bisher. „Wir alle freuen uns auf ein normales Schuljahr,“ bemerkte sie mit ihrer Konrektorin Anja Steinsdörfer.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.