„Ich glaube nicht, dass allein die führenden Männer, die Regierenden und Kapitalisten am Kriege Schuld sind. Der kleine Mann anscheinend auch, sonst würden die Völker als solche nicht mitmachen.“ Diese Gedanken von Anne Frank, die ein Opfer der NS-Herrschaft wurde, machten zweite Bürgermeisterin Tanja Kippes nachdenklich über die Bedeutung des Gedenkens am Volkstrauertag.
Es solle ein stiller Tag sein, an dem wir bewusst innehalten und der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedenken. “Jedoch soll er auch in der Gegenwart zum Frieden mahnen.“ In ihrer Rede am Ehrenmal richtete Kippes den Blick auf die Tausenden Flüchtlinge an der belarussisch-polnischen Grenze, die ihre Länder verlassen haben, in der Hoffnung auf ein lebenswertes Dasein in Sicherheit und Frieden. „Helfen wir ihnen“, forderte sie. Sie seien die Stimmen der Gegenwart, denen wir Gehör schenken müssen, genauso wie den mahnenden Stimmen der Eltern, Großeltern und Urgroßeltern, die nie verstummen dürften, damit Kriege der Vergangenheit angehörten. „Hören wir nicht auf die immer lauter werdenden Stimmen, die Ängste schüren und Gräben vertiefen. Lassen sie uns erkennen, dass unsere Nachbarn Freunde und keineswegs Feinde sind“.
Nelli Engel vom evangelischen Kirchenvorstand ermutigte dazu, sich niemals der Übermacht von Hass und Gewalt zu beugen. Ein Gebet sprach der katholische Stadtpfarrer Josef Häring. Musikalisch begleitet wurde die Gedenkstunde von der Blaskapelle Flossenbürg sowie von Elisabeth und Jonas König













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