08.11.2019 - 17:54 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

NEW soll Münchner U-Bahn-Nutzer locken

Die neue Imagekampagne des Landkreises trifft offenbar den Zeitgeist. Das ist der Tenor eines Vortrags von Claudia Prößl vor dem Wirtschaftsausschuss des Kreistags.

Heimatstolz, neu gedacht. Ein Beispiel der NEW-Markenkampagne auf Instagram. Screenshot: exb
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Als Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit am Landratsamt erklärte sie, was in diesem Jahr in Sachen Markenbildung gelaufen ist und was in den kommenden Monaten ansteht.

Die Slogans wie "Denk mal NEW" oder "Für immer NEW" setzen sich in Köpfen fest und sollen ein neues Regionalbewusststein schaffen. "Zunächst war die Kampagne nach innen ausgerichtet, jetzt haben wir den nächsten Schritt in die Metropolregion Nürnberg und nach München getan", sagt Prößl.

Dazu gehörten im Juli 20 Schaltungen von Werbespots an 4 Freitagnachmittagen auf Bayern 3. Die Zeit war bewusst so gewählt, dass dies vor allem der gestresste Großstädter und der Pendler hören - am besten im dicksten Stau. Im Spot taucht immer wieder die Frage "Ernsthaft?" auf. Will man denn ernsthaft seine Zeit in einem teuren Ballungsraum, im Berufsverkehr und in einer winzigen kleinen Wohnung vergeuden oder lieber doch mal darüber nachdenken, dass der Landkreis Neustadt wesentlich mehr Lebensqualität bietet?

Das Ganze ist auch als Filmchen auf Facebook, Instagram und YouTube zu sehen. Dazu kommt die gut gepflegte Website www.new-perspektiven.de mit 13 Testimonial-Storys, in denen unterschiedlichste Menschen erzählen, warum sie sich bewusst für ein Leben im Landkreis NEW entschieden haben.

Der zugehörige Facebook-Account hat in elf Monaten 152 Beiträge an die Nutzer gebracht. Das schlägt sich in 1057 Fans und 1032 Abonnenten nieder. Bei Instagram sind es 88 Storys. 898 Follower und 954 Abonnenten.

Dazu gehört auch Social-Media-Monitoring, sprich die Auswertung der Aktivitäten in den sozialen Medien. "Wir haben auf 100 Prozent der Fragen und Anregungen im Schnitt in 19 Minuten reagiert." Beachtlich: Claudia Prößl und ihr Kollege Hannes Gilch betreuen dies alles als Zwei-Mann-Team. Der gesamte Kommunikationsprozess des Landratsamts, von den Türschildern bis zu Briefköpfen und Stempeln ist inzwischen der NEW-Markenkampagne angepasst. Dazu kommen Give-Aways wie Trinkflaschen, Warnkragen für Abc-Schützen oder Laufshirts. Auch kulinarisch soll der Landkreis auf der Zunge zergehen: Die Gailertsreuther Mühle verkauft deshalb "Bio-NEWdeln".

Das alles kostet. Prößl beantragt daher wie 2019 für kommendes Jahr 250 000 Euro für die Fortführung der Kampagne. Die Pläne dazu klingen ehrgeizig: Die Marke NEW soll landkreisextern bekannter werden, etwa durch Plakataktionen an Münchner S- und U-Bahn-Stationen oder durch eine "Get NEW"-Aktion, die sich an britische "Brexit-Flüchtlinge" richtet.

Dazu kommen Suchmaschinen-Optimierung im Internet, verstärkte Einbeziehung von Bürgern und Einrichtungen (sogenanntes Co-Branding) oder Reichweitenerhöhung in den sozialen Medien, unter anderem durch den Einsatz von Influencern sowie optimiertes Content-Management.

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