Neustadt an der Waldnaab
08.01.2026 - 18:48 Uhr

Nordbayern plant Ende des Dieselbetriebs bis 2040

Bayern plant die Umstellung des Schienenverkehrs in Nordbayern auf klimafreundliche Antriebe bis 2040. Elektrifizierung und Akku-Züge sind zentrale Maßnahmen.

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter und DB-Konzernbevollmächtigter Heiko Büttner bei der Vertragsunterzeichnung. Bild: StMB
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter und DB-Konzernbevollmächtigter Heiko Büttner bei der Vertragsunterzeichnung.

Der Freistaat Bayern hat die Weichen für eine klimafreundliche Zukunft des Schienenverkehrs in Nordbayern gestellt. Bis 2040 soll der Dieselbetrieb vollständig eingestellt und durch elektrische Antriebe oder Akku-Züge ersetzt werden. Dies teilte das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr am Donnerstag, 8. Januar, mit. Verkehrsminister Christian Bernreiter betonte, dass die Zukunft der Bahn in Bayern elektrisch sei. Für die Umstellung sind umfangreiche Infrastrukturausbauten geplant, darunter die Elektrifizierung von 74 Kilometern Schienenstrecke und der Bau von zwei neuen Ladestationen.

Elektrifizierung und Akku-Züge

Ein Gutachten aus dem Jahr 2024 hatte die nötigen Infrastrukturausbauten ermittelt. Auf insgesamt 20 Linien sollen künftig Akku-Züge fahren, die elektrifizierte Abschnitte und Ladestationen in Bahnhöfen nutzen, um ihre Akkus aufzuladen. Zu den Strecken, die eine Oberleitung erhalten sollen, gehören unter anderem Oberkotzau–Rehau und Kirchenlaibach–Bayreuth–Trebgast. Ladestationen sind in Bad Steben und Neustadt (Waldnaab) geplant.

Bundesförderung angestrebt

Für die Infrastrukturausbauten strebt der Freistaat eine Bundesförderung gemäß Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) an. Die Region wird zudem von bereits begonnenen Elektrifizierungsprojekten profitieren, die im Bundesverkehrswegeplan enthalten sind. Dazu gehören die Elektrifizierung des Ostkorridors Hof–Regensburg und der Franken-Sachsen-Magistrale Nürnberg–Schirnding.

Klimafreundliche Verkehrswende

Bayerns DB-Konzernbevollmächtigter Heiko Büttner erklärte, dass die Umstellung auf elektrischen Betrieb oder Akku-Züge ein wichtiger Schritt zur Erreichung der Klimaziele sei. Die Planungen für den erforderlichen Infrastrukturausbau treiben die klimafreundliche Verkehrswende auf der Schiene in Nordbayern voran.

Die Umstellung auf Akku-Züge soll in mehreren Stufen erfolgen. Ab Mitte der 2030er Jahre soll auf den Neigetechnik-Linien ein neues, barrierefreies Neigetechnik-Fahrzeug zum Einsatz kommen. Die betrifft folgende Linien:

  • RE 30 Nürnberg – Bayreuth – Hof
  • RE 31 Nürnberg – Marktredwitz – Hof
  • RE 32 Nürnberg – Bayreuth – Coburg
  • RE 33 Nürnberg – Cheb (CZ)
  • RE 35 Bamberg – Hof
  • RE 38 Nürnberg – Bayreuth – Bamberg
  • RE 40 Nürnberg – Schwandorf – Regensburg
  • RE 41 Nürnberg – Neustadt (Waldnaab)

Ebenfalls ab Mitte der 2030er Jahre soll der Akku-Betrieb auf den nachfolgenden Linien des konventionellen Netzes starten:

  • RB 18 Coburg – Bad Rodach
  • RB 22 Forchheim – Ebermannstadt
  • RB 26 Bamberg – Ebern
  • RB 82 Steinach – Rothenburg ob der Tauber
  • RB 91 Wicklesgreuth - Windsbach
  • RB 95 Hof – Cheb (CZ) – Marktredwitz
  • RB 96 Hof – Selb Stadt
  • RB 97 Hof – Bad Steben

Im Dezember 2040 sollen schließlich jene Linien auf Akku-Betrieb umgestellt werden, die einen besonders umfassenden Infrastrukturausbau benötigen:

  • RB 24 Coburg – Bayreuth – Hof
  • RB 34 Weidenberg – Weiden
  • RB 98 Helmbrechts – Münchberg – Hof
  • RB 99 Hof – Neuenmarkt-Wirsberg

Diese Meldung basiert auf Informationen des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr und wurde mit Unterstützung durch KI erstellt.

 
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