08.06.2020 - 13:04 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Notebook für guten Zweck

Eigentlich unterstützt der Förderverein der St. Felix Schule schulische Projekte des Sonderpädagogischen Förderzentrums wie sportliche oder kulturelle Veranstaltungen. Im Fall der Familie Casinelli machten die Förderer eine Ausnahme.

Die Freude in der Familie Casinelli mit den drei schulpflichtigen Kindern Renato, Sabrina und Valeria (sitzend von links) war groß, als Klaus Meierhöfer (links), der Vorsitzende des Fördervereins der St. Felix Schule und deren Leiter Rainer Hetz (rechts) ein Notebook zum Lernen zu Hause überreichten.
von Hans PremProfil

Die fünfköpfige Familie mit drei schulpflichtigen Kindern bekam für das Lernen zu Hause ein Notebook überreicht. „Bei der Familie handelt es sich um einen Härtefall“, betonte Vorsitzender Klaus Meierhöfer, der das gesponserte Notebook gemeinsam mit Schulleiter Rainer Hetz übergab. Da es heuer keine schulischen Projekte wegen der Corona-Pandemie gebe, habe sich der Förderverein zur digitalen Unterstützung der Familie entschlossen.

Mit der 14-jährigen Valeria und ihrem Bruder Renato (11) besuchen zwei Kinder die achte und vierte Klasse des Sonderpädagogischen Förderzentrums. Vor vier Jahren wurde Valeria ein neues Herz transplantiert. „Seitdem ist ihr Immunsystem sehr angeschlagen, und wir müssen zweimal wöchentlich in die Uni-Klinik nach Erlangen zur Behandlung fahren“, erzählt Mutter Giovanna Moro.

An der Teilnahme am Unterricht in der Schule sei während der Coronakrise deshalb nicht zu denken. „Aus diesem Grund muss aktuell auch Bruder Renato wegen des Ansteckungsrisikos von zu Hause aus lernen. Schwester Sabrina (13) besucht die Mittelschule und lernt ebenfalls im Home-Office.

„Die Umsetzung der elektronischen Ausstattung für Kinder, deren Familien nicht so viel Geld für die nötige EDV-Ausstattung aufbringen können, hakt.“ Das sagt Schulleiter Hetz. „Behördenmühlen mahlen langsam, es dauert einfach“, weiß auch Fördervereinsvorsitzender Meierhöfer. Deshalb habe man schnell gehandelt.

„Von behördlicher Seite wären wir lediglich mit 150 Euro vom Job-Center unterstützt worden“, erzählt Vater Maurizio. Der Neapolitaner lebt seit 30 Jahren in Deutschland. Die Freude in der Familie war bei der Übergabe des Notebooks groß. Mit der entsprechenden Software steht nun einem ordentlichen Lernen von zu Hause aus nichts mehr im Weg.

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