12.07.2019 - 17:06 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Eine Oberpfälzerin im Himmel

Was die St.-Felix-Schule mit ihrer Aufführung „Tanz und Theater“ unter Leitung von Michaela Scheck auf die Beine stellen, sucht seines gleichen. Die Gäste sind begeistert.

Resi in himmlischer Gesellschaft: Die drei Engel und Aloisius erscheinen in der Zoiglstum.
von Werner ArnoldProfil

"Eine Oberpfälzerin im Himmel" lautet der Titel des bayerischen Mitmachstückl. Schunkelnd betreten die Gäste die "Zoiglstubn" und singen "In München steht ein Hofbrauhaus". Zugleich tritt der Tod auf die Bühne und fordert das Publikum auf zum Mitsingen. "Links, rechts, vor, zurück". Er ist mit dem Lied vom Hofbräuhaus sichtlich gar nicht einverstanden. "In Neustadt steht a Zoiglstum" - das ist gesetzt.

Er habe die Anweisung von ganz oben, einige Dinge klar zu stellen. Da man sich in einer "Erziehungsanstalt" befände, seien vielleicht einige Sachen, die die Zuschauer sähen, "nicht vollkommenst hochpädagigisch". "Trinke Alkohol in Maßen und nicht in Massen", sagt er und wünscht viel Spaß.

"Mannsbüdla" begeistert

Gleich wird angestimmt "in Neustadt steht a Zoiglstum". Die Bedienung bringt ein paar Maß an den Tisch. "Af di stenga die Mannsbüdla", so der Kommentar. Wieso, diskutieren Zenzi und Resi. "Na wegen Holz vor der Hütten" meint Zenzi. Es ist gemütlich in der Runde und es wird ein Bier nach dem anderen getrunken.

Doch plötzlich taucht der Tod wieder auf. Er sagt zur Resi: "Kumm, dei Zeit is um". Doch Resi lässt sich nicht beeindrucken und singt "ein Prosit der Gemütlichkeit". Die Bedienung bringt einen Schnaps und Resi trinkt mit dem Tod. "Mei Oma is scho 97 und genauso mag ich auch werden", sagt sie. Beide trinken ein Gläschen nach den anderen. Schließlich fasst sich Resi an der Brust, stöhnt, taumelt und fällt hin. Doch jetzt kommen Engel und tanzen um die Resi, auch die restlichen Gäste stehen auf. Den Notarzt will die Resi nicht. In der Zoiglstum wird geweint und geschluchzt. Der Doktor gibt nicht auf, aber sie hat "ein Herzkasperl" und er kann nichts mehr tun.

Die Gäste sagen noch "Amoi segn wir uns wieder". Und schon sagt da eine erstaunte Resi: "Wow das ist ja himmlisch hier". Hinter der Himmelsmauer tauchten drei Engel auf. "Haleluuuuja, Halleluuuuja, Sacrament numal." Resi ist hier frisch angekommen, aber den Zoigl habe sie zurücklassen.

Treffen mit Teufelinnen

Doch plötzlich wird Resi vom Tod auf die Bühne geschubst. "Habens dich rausg'schmissen?", fragen zwei Teufelinnen, die an einer Bar stehen. Doch sie sind froh, dass wieder jemand Neues da ist. Es geht lustig zu und sie singen "Everybody Rock your body" und "So ein Wahnsinn". Es gibt ein "Teufels-Halleluja". Doch trotz aller Verwicklungen hat alles schließlich ein Happy End. Resi ist zurück. Mit "Bayern, des samma mia", endete der gelungene Auftritt der Schüler der St.-Felix-Schule.

Schulleiter Rainer Hetz überreicht der Autorin Michaela Scheck, die an der Schule Religion unterrichtet, Blumen mit Gutschein für die Zoiglstube. Sie habe den Urtext umgeschrieben und die entsprechende Musik ausgewählt. Weiter Blumen bekommen Teresa Jehl und Carolin Völkl, die bei der Einstudierung behilflich waren. Der Elternbeirat bewirtet die Besucher.

Lustig geht es am Ende zu mit "Bayern,des samma mia" mit der Autorin Michaela Scheck (Dritte von rechts).
Der Teufel kommt in die Zoiglstum.
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