24.01.2020 - 13:16 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Oetzinger schüttelt Kopf über Forderung der Freien Wähler

Das Landesamt für Finanzen soll nicht nach Weiden, sondern nach Neustadt oder Altenstadt verlagert werden. Das fordern die Freien Wähler. CSU-Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger findet das unmöglich.

MdL Stephan Oetzinger will die Forderung der Freien Wähler so nicht stehenlassen.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

„Da kann ich nur den Kopf schütteln“, beschreibt der CSU-Landtagsabgeordnete Stephan Oetzinger sein erstes Gefühl auf den „angeblichen Vorstoß“ der Freien Wähler in Sachen Behördenverlagerung. „Die Strategie mit verlagerten Behörden die Ballungsräume zu entlasten und zugleich ländliche Gebiete zu stärken, ist ganz alleine die von Ministerpräsidenten Markus Söder“, erklärt Oetzinger, der sich selbst in vielen Gesprächen und Briefen für den Standort Weiden stark gemacht hat.

„Diese klare Zusage gibt es, sie wurde von Markus Söder im September 2018 gegeben und mit der Zusage zur Verlagerung des Landesamtes für Finanzen mit 300 Arbeitsplätzen nach Weiden gehalten.“

In Richtung des Landtagskollegen „aus der Südoberpfalz“ Tobias Gotthardt meint Oetzinger: „Man möge sich doch bitte nicht mit fremden Federn schmücken. Anstatt erfreut von der tollen Nachricht für unsere gesamte Region Kenntnis zu nehmen und aktiv an deren Umsetzung mitzuarbeiten, sticheln die Freien Wähler einmal mehr. Für mich ist das ein sehr durchschaubarer und billiger Wahlkampfauftritt und hat mit seröser Politik nichts zu tun.“

Gotthardt reagierte prompt und bezeichnete Oetzingers Redaktion als einen "etwas überhitzten Kommentar". Freie Wähler und CSU würden in einer Koalition auch erfolgreich für die Oberpfalz arbeiten. Ministerpräsident Söder habe vom Umzug des Landesamtes für Finanzen mit 300 Stellen in den - "ich zitiere ausdrücklich - Raum Weiden" gesprochen. Den Vorschlag der Bürgermeisterkandidaten aus Neustadt und Altenstadt einfach abzutun, halte er für keinen klugen Schritt.

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