10.10.2019 - 17:01 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

"Ort der Begegnung" auf Neustädter Kulturhügel

Eng aneinander reihen sich Real-, Förder-, Grund- und Mittelschule auf dem Kulturhügel. Diese unmittelbare Nähe möchte man jetzt nutzen: In der Mitte soll ein Ort der Begegnung entstehen.

Hier soll sich bald einiges ändern. Ein Umbau der Freifläche zwischen Realschule, Förderschule, Grund- und Mittelschule steht an.
von Redaktion ONETZProfil

"Das wird eine tolle Sache", freut sich Irene Sebald, Schulleiterin der Lobkowitz-Realschule, auf den Umbau der Freifläche zwischen der Realschule, Förderschule, Grund- und Mittelschule. Es soll ein Ort der Begegnung entstehen. Das heißt: ein Pausenhof, den alle Schüler der verschiedenen Bildungseinrichtungen nutzen können. Es wird aber noch einige Zeit vergehen, bis das Projekt realisiert wird.

Im Moment warte man auf das grüne Licht der Regierung der Oberpfalz, erklärt Kreisbaumeister Werner Kraus. "Wir haben die förderrechtlichen Grundlagen bereits verschickt." Schon im Juli wurde auch die schulaufsichtliche Genehmigung für den Umbau eingeholt. In den Sommerferien habe man dann einen Kostenvoranschlag erstellt, der sich auf etwa 450.000 Euro beläuft. Am 7. Oktober stimmte der Bau- und Vergabeausschuss dem Umbau zu, vorbehaltlich der Förderung des Freistaats. Der Beschluss fiel einstimmig. Kraus hofft, im Frühjahr 2020 die Formalitäten geklärt zu haben, um dann im Sommer mit den Baumaßnahmen beginnenzu können. Die anfallenden Kosten trügen einerseits die Stadt Neustadt, aber auch der Landkreis. Über die Aufteilung soll noch entschieden werden, sind doch beide Besitzer bestimmter Teile der Fläche: für die St.-Felix- und die Realschule ist der Landkreis zuständig, Grund- und Mittelschule hingegen werden von der Stadt um Bürgermeister Rupert Troppman verwaltet.

Den genauen Plan der Umstrukturierung erstellte die Abteilung für Hochbau, Tiefbau und Gartenfachberatung des Landkreises. Vorgesehen sind unter anderem Pflanzungen von Blütensträuchern, Blumenwiesen und Klimabäumen, das Aufstellen einer "Ruheinsel", die Anfertigung einer langen Sitzbank und der Bau eines Fahrrad- und Müllunterstands, dessen Dach begrünt werden soll. Außerdem steht eine Neuordnung der Lehrerparkplätze an. Offen ist bislang noch, ob der Teer einer Bepflasterung weichen muss.

Das Planungsteam hat dabei auch die Anregungen der Schulleiter berücksichtigt, die in Gesprächen ihre Wünsche vorbringen konnten. Auch Sebald, die zusammen mit Rainer Hetz, Schulleiter der St. Felix Förderschule, Initiatorin des Orts der Begegnung ist. Beim gemeinsamen Gewinn des Inklusionspreises 2016 habe man entschlossen, die Kooperation der beiden Bildungseinrichtungen weiter zu vertiefen, so Sebald. "Da ist uns die Idee gekommen, einen Ort der Begegnung zu schaffen", erzählt sie. "Und da die Grund- und Mittelschule ja auch vor Ort ist, haben wir sie mit ins Boot geholt." Es folgte ein Brief an Stadt und Landkreis, und das Vorhaben nahm erste Formen an. Auch der Impuls für die Namensgebung kam vonseiten der Schulen. Die Idee dahinter? "Es ist ein Platz, der für alle Schüler der vier Schulen nutzbar ist. Auf dem sie sich treffen, austauschen und einfach begegnen können."

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