14.01.2020 - 16:26 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

"Rosis Mode" in Neustadt/WN: Mit Leidenschaft geht´s weiter

Wenn "Rosis Mode" ab 1. März unter neuer Führung von Yvonne Härtl wiedereröffnet, dann weiß Noch-Inhaberin Rosi Reiser-Hartinger ihr Geschäft in guten Händen. Perfekter kann eine Unternehmensnachfolge kaum laufen.

Yvonne Härtl (links) freut sich auf ihre neue Aufgabe. Sie führt ab 1. März „Rosis Mode“ von Rosi Reiser-Hartinger weiter.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Vor über einem Jahr begannen die beiden Frauen, sich auf den Tag „X“ vorzubereiten. „Ich wollte immer ein eigenes Geschäft führen und bin dankbar für diese Chance“, sagt Härtl. Die 43-Jährige hat Einzelhandelskauffrau gelernt und 21 Jahre bei „Mode Central“ in Weiden gearbeitet, bis sie sich 2012 nach Neustadt umorientierte. Mit ihrer neuen Chefin verstand sie sich auf Anhieb. „Das hat von Anfang an gepasst“, sagt Reiser-Hartinger über ihre „tüchtige rechte Hand“ in all den Jahren. Jetzt, mit 64 Jahren, könne sie getrost die Verantwortung abgeben.

Schritt nie bereut

Ein bisschen fühle sie sich in diesen Tagen an ihre eigenen ersten Schritte in die Selbstständigkeit erinnert, sagt sie. „Ich war bereits 52 Jahre und habe mir vieles erarbeiten müssen.“ Die nötige Modekompetenz brachte sie aus ihren langjährigen Erfahrungen bei der Firma Dänner, bei Wöhrl und Textil Brunner mit. 2008 eröffnete die Neustädterin in der Unteren Vorstadt 5 das Damenmodegeschäft Größe 42. Bereits zwei Jahre später suchte sie nach größeren Verkaufsräumen und fand sie im Glaspavillon in der Bahnhofsstraße 8. Rückblickend sagt sie: „Ich habe es nie bereut. Das war mein Weg.“

Die Nachfrage nach hochwertiger Oberbekleidung, Wäsche, Dessous und Accessoires von sportlich bis elegant für Junge und Junggebliebene ist groß. Sie baute ein umfassendes Sortiment und Händlernetz auf und trotzt dem zunehmenden Trend des Online-Shoppings. „Unsere Kunden schätzen eine ehrliche Beratung und den persönlichen Service. Es wird nichts verkauft, was nicht passt“, sagt Reiser-Hartinger, und Härtl stimmt ihr zu. Dafür nimmt die Kundschaft weite Anfahrtswege bis aus München oder Karlsruhe in Kauf.

Qualitätsanspruch erhalten

Qualitätsanspruch, Sortiment (demnächst ab Größe 40) und den Firmennamen will Nachfolgerin Yvonne Härtl beibehalten. „Warum ändern, wenn es gut läuft? Wir sind hier wie eine Familie“, sagt sie, und könne außerdem auf die Unterstützung ihrer drei erfahrenen Kolleginnen zählen. „Und ich bin ja auch da“, sagt Reiser-Hartinger. „Ich will noch ein wenig mitarbeiten, denn von meinen Kunden kann ich mich nur schwer trennen“, gibt sie zu. Da seien über Jahre auch Freundschaften entstanden.“ Trotzdem freue sie sich natürlich auf mehr Freizeit für sich selbst, ihr Enkelkind und ihre Hobbys wie Yoga, Radfahren oder Wandern.

Den Februar über hat das Geschäft geschlossen, bevor es im März weitergeht. „Ich hoffe auf viele schöne und erfolgreiche Jahre“, sagt die künftige Chefin. „Die Arbeit hier ist meine Leidenschaft und war nie mein Beruf.“

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