Bürgermeister Rupert Troppmann bat den Vorsitzenden des Museumsvereins, Bernhard Knauer, sich um diese Angelegenheit zu kümmern. Und tatsächlich konnte das Bild erworben werden. Hermann Wild erregte im letzten Jahr großes Aufsehen mit seinem Buch über Thaddäus Rabusky, den Neustädter Maler und Restaurator. Unter anderem beschreibt er darin auch ein Bild, das sich im Museum der Stadt befindet. Nun wurde ein ähnliches Bild, jedoch etwas größer, der Stadt zum Kauf angeboten. Bernhard Knauer nahm Kontakt mit dem Verkäufer aus Schaben auf und ließ sich dazu Details sowie ein Foto schicken.
Hermann Wild konnte mit diesen Angaben ein Exposee erstellen: „Das angebotene Bild aus dem Jahr 1843 ist mit größter Wahrscheinlichkeit ein Werk von Rabusky, der zu dieser Zeit 67 Jahre alt war. Ein Vergleich mit Malereien aus diesem Zeitraum zeigen gleiches Kolorit und identischen Duktus. Der Vordergrund mit routiniert gemalten Naturstücken und der geringe, kaum definierte Hintergrund mit einer schnell gemalten Landschaft, bilden eine typische kleine Bühne, eine typische Art der Komposition von Rabusky. Auch die Person, ein "Halbwüchsiger" in nachlässiger Kleidung, lässig an einen morschen Baumstumpf gelehnt und die Blockflöte zum Spiel bereit haltend, zeugen von der Malweise Rabuskys, ebenso die Gestaltung des Himmels und die Vermeidung von exaktem Lichteinfall. Auch eine Untersuchung der Signatur auf der Rückseite bestätigt die Autorenschaft von Rabusky. Die auf der unteren linken Bildseite unauffällig gemalte Frage: "Soll ich dir eins pfeifen ", passt zum Ganzen des Bildes.“
Weiter führt Hermann Wild aus: „Was jedoch das Bild für das Museum in Neustadt so interessant macht, ist der Umstand, dass es in Neustadt/WN ein recht ähnliches Bild gibt mit fast gleichem Titel: "Ich will dir eins pfeifen mein Freund". Dieses Bild ist mit seiner Malweise dem recht jungen Rabusky zugeordnet. Rabusky hat nach vielen Lebensjahren offensichtlich dasselbe Motiv nochmals gemalt. Handgestaltung, Frisur und vieles mehr deuten darauf hin. Worin sich die Bilder unterscheiden ist die gereifte realistische Darstellungsweise, vor allem im Gesicht. Im Vergleich nebeneinander vermitteln die Bilder einen wunderbaren Eindruck, wie sich die Sichtweise und Malweise eines Rabusky zum gleichen Bildthema gewandelt hat, in seiner künstlerischen Art aber im Wesentlichen gleich geblieben ist.“ In der Kulturausschusssitzung im Februar wurde beschlossen, dass die Stadt das Bild für das Museum ankauft.













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