23.03.2020 - 15:56 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Stichwahlen: Briefwahl-Unterlagen unterwegs, Kandidat im Live-Video

Die Coronapandemie wirkt sich auf die Bürgermeister-Stichwahlen im Landkreis Neustadt/WN aus. Die Briefwahlunterlagen landen zum Teil verspätet in den Briefkästen, und die Neustädter SPD verlegt ihren Wahlkampf ins Internet.

Neustadts Bürgermeisterkandidat Sebastian Dippold wird am Dienstag im Live-Video Fragen seiner Zuschauer beantworten.
von Sonja Kaute Kontakt Profil

4700 Briefwahlunterlagen wurden bis Donnerstag vergangener Woche aus Neustadt/WN verschickt. Die ersten sind bereits bei den Wählern angekommen, allerdings längst nicht alle. Ein großer Teil hängt noch in der Post. "Wir haben entsprechend einen gewissen Rücklauf, aber noch nicht viel", sagt Geschäftsleiter Peter Forster. Es sei daher noch zu früh, um eine erste Aussage zur Wahlbeteiligung zu machen.

Sebastian Dippold beantwortet Fragen

Unterdessen verzichtet die Neustädter SPD ganz auf Papier und setzt stattdessen auf Video. 4000 für den Wahlkampf vor der Stichwahl gedruckte Flyer werden nicht verteilt. „Ein möglicher Stichwahl-Wahlkampf war lange vorausgeplant“, erklärt Bürgermeisterkandidat und Vorsitzender Sebastian Dippold. Laut einer Nachfrage bei der Zentrale der Bayern-SPD dürfe man den Wahlkampf wie geplant durchführen, doch die Neustädter wollen zumindest auf den herkömmlichen Flyer verzichten. Man könne es nicht verantworten, für die Verteilung der Flugblätter jeden Briefkasten und jede Klingel anzufassen, lautet die Begründung.

Stattdessen präsentiert sich SPD-Kandidat Dippold am Dienstag, 24. März, in einer Video-Fragerunde im Internet. Ab 17.30 Uhr können Zuschauer ihm online Fragen stellen. Der Live-Stream wird unter www.facebook.com/sebastian.dippold zu finden sein.

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Kommentare

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Tobias Punzmann

Gute Aktion von Sebastian Dippold! Nur schade, dass hier eine geschlossene Plattform gewählt wird, bei der ein signifikanter Teil der Bevölkerung ausgeschlossen ist. Und damit meine ich nicht nur diejenigen, für die Internet und soziale Medien noch "Neuland" sind, sondern auch diejenigen, für welche die digitale Welt gerade kein Neuland ist, und die sich bewusst dafür entscheiden, bestimmte Plattformen aus guten Gründen zu meiden. Es gäbe auch genug digitale, niedrigschwellige Alternativen, um in solchen Zeiten nicht nur die ausschließen zu müssen, die noch auf persönlichen Kontakt und direkte Gespräche angewiesen sind.

24.03.2020